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   24.02.16 20:19
    haha








 

Wir hatten ja lange Zeit ein 200-Liter-Aquarium. Es war gebraucht gekauft und hatte eine Rückwand aus Kunststoff - eigentlich schick, sah aus wie Borke. Aber leider konnten sich alle Algen sehr schön darin festsetzen und wir wurden sie trotz aller Tricks einfach nicht los.

Wie mein LG so ist, plötzlich platzte ihm der Kragen und er kaufte ein neues Becken. Es durfte gleich auch größer sein, aber für mehr als 300 Liter war kein Platz. Sonst hätten wir auch gerne 400 genommen oder so.

Wir sind ja ein bisschen altmodisch. Heutzutage gießt man Leitungswasser in das Glasbecken, kippt Aufbereitungsmittel dazu und dann Pflanzen und Fische rein. Die bewährte Methode ist allerdings, aus dem Leitungswasser erstmal in Ruhe ein Biotop werden zu lassen.

Dazu wartet man ein paar Tage, tut ein paar Krümel Fischfutter rein für die Bakterien, pflanzt dann das Grünzeug ein, wartet drei bis vier Wochen, dann kommen die Fische. (Die Bakterien müssen da sein, das ist nix Schädliches in diesem Fall.)

Das neue Becken sollte dorthin kommen, wo das alte stand, aber dafür musste das alte Aquarium irgendwo anders hin. Wir brauchten es ja noch, konnten die Fische und Pflanzen nicht so lange im Kühlschrank aufbewahren.

Wir ließen also das Wasser ab und bewahrten es auf. Nun war noch der Bodengrund drin. Und mein LG fand, der sollte auch drin bleiben, sonst müsste er ja alle Pflanzen ausreißen.

Na gut, ich ließ mich überreden. Wir hoben das Becken also an, jeder an einer Seite - und da passierte es! Ich hatte das Gefühl, als sprang meine Wirbelsäule an der Seite heraus. Zum Glück hatten wir den Wohnzimmertisch in die Nähe gestellt zum Absetzen der Last zwischendurch - und irgendwie schaffte ich es noch bis dahin, ohne das Aquarium fallen zu lassen.

Und dann war Ende. Zwei Wochen lang war ich kaum bewegungsfähig, und selbst jetzt nach sechs Wochen hab ich's immer noch im Kreuz.

Zum Glück schaffte mein LG es jetzt allein, indem er den Tisch samt Aquarium in den Korridor zerrte, wo es auf die Kommode sollte. Ich war zu nix mehr zu gebrauchen!

Na, und dann kam der Stapellauf:

(Dies ist die Wasserprobe. Erstmal sehen, ob das Becken auch dicht ist. Wär blöd, wenn man ein Leck erst findet, wenn 300 Liter Wasser drin sind.)

 Stapellauf

 

Die Pumpe funktioniert auch:

(Die schwarzen Krümel ist Bodengrund, der sich noch nicht gesetzt hat.)

 Stapellauf3

 

Wir hatten einen Bodendünger, ganz was Neues und Gutes aus Dänemark. Beim Einpflanzen der Blumen wurde er aber aufgewirbelt und wir mussten so gut wie blind arbeiten. Man konnte nur raten, wie das aussehen würde.

 

Nebel

 

Langsam lichtet sich der Nebel.

gelichtet

 

Jetzt sah es schon ganz gut aus! Die rechte Seite war noch frei, weil da später die große Wurzel wieder hinkommen solte, auch genannt "die große Knorre". Wir ließen sie noch im alten Becken, denn unser Wels Pünktchen wohnt in ihr. Es gab keinen Grund, ihm sein Haus weg zu nehmen, so lange das neue Aquarium am "Einfahren" war.

Becken300L

 

Dann kam der große Tag, an dem die Fische umzogen! Das war, glaub ich, der 27.August 2010.

Ist nicht ganz einfach, die Fische zu fangen. Die glauben ja, man will ihnen ans Fell.  Zum Glück ist mein LG ein guter Angler und Fischfänger, also ich hätte die jedenfalls nicht gekriegt! (Hab das früher mal tapfer versucht, aber die Fische haben mir bloß höhnisch den Finger gezeigt.) *g*

Hier wird unser Pünktchen vermessen. Als wir ihn kauften (er ist mittlerweile unser ältester Fisch, seit Gretel gestorben ist) da war er knapp 10 Zentimeter groß, jetzt so an die 18. Und er ist auch auffällig breiter geworden.

Pünktchen
Pünktchen ist übrigens ein L 007, auch Galaxywels und Rüsselzahnwels genannt. Aufgetakelt sieht er toll aus, aber hier hat er vor Schreck alle Flossen angelegt.

Er ist übrigens so voller Stacheln und Widerhaken, dass mein LG ihn mit der Hand fing. Aus einem Kescher kriegt man ihn nur schwer unverletzt wieder raus, weil er sich hoffnungslos verhakt.

Apropos verhaken!

Nun nahmen wir auch die große Wurzel aus dem alten Becken. Wie die kleineren auch, war sie voller Algensporen und musste ausgekocht werden, damit wir die Algen nicht ins neue Becken mit einschleppten.

Nicht nur Pünktchen wohnte in der großen Knorre, sondern auch der rückenschwimmende Kongowels. Wir hatten zwei davon gekauft, aber einer ist gestorben.  Von dem anderen wussten wir, dass er sich an der Wurzel versteckt, aber man sieht ihn nie. Das ist so schade! Die Viecher schwimmen nämlich wirklich mit dem Bauch nach oben, wie man hier sieht, das ist echt putzig!

 

Kongowels

Nun mussten wir fix aufpassen, dass der Wels seinen Stammplatz auch verließ, bevor ich die große Knorre in den großen Topf mit kochendem Wasser legte. Mein LG hob die Wurzel an, und wir hörten ein lautes Platschen - aha, der Kongowels ist abgehauen! Wir konnten ihn zwar nicht im Wasser sehen, da war der ganze Dreck aufgewirbelt, aber er versteckt sich ja eh immer.

Erstmal legte ich die Wurzel in die Küche. Das Kochen hatte noch ein bisschen Zeit, die Fische umzusetzen war interessanter.

Aber dann waren alle raus, und der Wels war nicht dabei!

Arges ahnend ging ich zum Waschbecken und besah mir die Knorre noch einmal sehr, sehr gründlich. Und da!!! Ein glitschiges braunes Dingens in einer der schmalen Spalten! Da hatte das Viech sich versteckt!

Welse sind zum Glück robust, eine Zeitlang an der Luft bringt sie nicht gleich um. Aber jetzt hatten wir ein echtes Problem, denn der dumme Kerl krallte und biss sich so fest, dass es unglaublich schwierig war, ihn unverletzt aus seiner schmalen Spalte zu pulen! Am Ende gelang es, weil mein LG eine Zange holte und den Spalt verbreiterte. Auf dem Foto oben sieht man ihn im neuen Becken schwimmen, lebendig und ungekocht. 

Aber das hätte schlimm enden können!

Hm, ich seh gerade, dass auf diesen Bildern die große Wurzel noch nicht mit drauf ist. Wir haben sie erst am nächsten Tag ins Becken gestellt und so lange eine kleinere dort hin gelegt. Sie trocknete ein bisschen in der Sonne.

 

Becken rot

 

Schon bevor die Fische ins neue Becken kamen, hatten wir eine Schneckenplage. Die hatten wir uns eindeutig mit den neuen Pflanzen eingeschleppt (übrigens ein Spaß von mal eben 170 Euro. Für die Pflanzen.)

Die Schnecken waren zwar alle winzig klein, aber es wurden immer mehr! Eine allerdings war etwa einen Zentimeter groß und ließ sich einigermaßen mit Makro-Einstellung fotografieren:

Schnecke

Im Geschäft gab man uns den Rat, Raubschnecken einzusetzen, die mit den unerwünschten Gästen kurzen Prozess machen würden. Wir hatten erst an Kugelfische gedacht, die ja auch Schnecken fressen, aber die können doch ziemlich aggressiv den anderen Fischen gegenüber werden. Auch gegen Raubschnecken gibt es Argumente, aber irgendwas mussten wir ja nun machen.

Ich hab eine mit PI ausgeschnitten, die war sonst so schlecht zu erkennen mit all dem Drumrum:

Raubschneck

Auf jeden Fall fressen die wirklich Schnecken, ich hab's gleich mit eigenen Augen gesehen. Mit dem grauen Auswuchs da links (das ist vorne) hält sie die andere Schnecke fest und im Nu ist sie weggemampft. Tat mir ja nun schon leid, das mit anzusehen. Aber so ist die Natur. Seufz.

 

Fische drin2

 

 

 

 

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Ich werd jetzt hier noch ein bisschen von den älteren Fischen erzählen, aber heute werd ich nicht mehr fertig damit. Das größte Problem ist, dass ich mehrere Rechner habe und die Bilder über alle verteilt sind. Ja ich weiß, sehr schlau! Das ist der Nachteil, wenn man über zwei Wohnungen verstreut lebt. Was man braucht, ist immer gerade in der anderen.

Hier seht Ihr unsere alte Gretel. Als wir unser erstes Aquarium einrichteten, gehörte sie zum Erstbesatz, zusammen mit drei anderen winzig kleinen Antennenwelsen. Gretel war die Größte von ihnen, der Kleinste war ein Junge, aber der starb schon sehr bald. Allzu kleine Welse überstehen einen Umzug oft nicht - aber nicht jeder Zooladen schert sich darum.

Im Laufe der Jahre starben auch die beiden anderen Mädels. Liesel blieb lange bei uns. Sie wurde sogar Mutter! Mein LG wollte ein Männchen  haben, die sehen ja nun auch recht bizarr aus mit ihren "Antennen".

Wir haben überhaupt nicht damit gerechnet, dass die massenhaft Nachwuchs produzieren würden!  Das passiert gar nicht so oft. Aber wir hatten natürlich das Glück und saßen mit 60 Babys da!! Wir liefen rum und inserierten überall an Schwarzen Brettern in Supermärkten und so weiter. Ein paar Welskinder wurden wir auch auf diese Weise los, aber die Meisten dann doch, als ein Zooladen den ganzen großen Rest nahm - zum Fensterputzen in den vielen Schauaquarien.

 

Gretel1

 

Hier putzt Gretel die Scheibe:

Gretel5

 

Sie konnte einen ganz schön erschrecken! Als ich zum ersten Mal dies hier sah: Gretel auf dem Rücken liegend, dachte ich, sie wäre tot! Dabei pennte sie nur manchmal so!

Gretel3

 

Aber eines Tages lag auch Gretel blass und tot am Boden, und wir wissen nicht, warum. Es war ihr nichts anzumerken, die wirkte nicht krank.

Auch unsere alte Xena lebt nicht mehr. Sie war die Kampffischfrau, die mehrere Ehemänner überlebte. Aber dann bekam sie etwas mit der Schwimmblase. Sie konnte nicht mehr gut schwimmen und wurde recht dünn, weil sie nicht mehr schnell genug war, um nach dem Futter zu jagen. Ich half ihr zwar, indem ich das Futter in ihre Nähe gab. Aber eines Tages verließ auch Xena uns. Sie war ein blaues Juwel im Aquarium!

Xena

 

Mit den Guppys hatten wir auch so ein Theater! Es gab so hübsche, die hatten gelbe Schwänze mit schwarzen Punkten. Ich kam auf die fatale Idee, ein paar davon zu züchten.

Boah nee! Den Guppy nennt man nicht umsonst den Millionenfisch - in kürzester Zeit wuchs mir ihre Anzahl über den Kopf! Nach einigem Bemühen fanden wir eine Züchterin, die uns die Guppys abnahm.

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Die nächste Katastrophe ereilte uns mit dem Kauf eines Pärchens Kaiser-Buntbarschen. Nach einer Weile hatten sie 30 Kleinkinder und passten auch ganz gewaltig auf sie auf! Die Mutter und Gretel konnten sich übrigens nie leiden. Sobald sie sich begegneten, schupsten sie einander!

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Aber wir konnten auch diesen Kindersegen unterbringen.

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Wir hatten auch gerne diese niedlichen kleinen Schmetterlingsbuntbarsche. Ihr lateinischer Name ist Mikrogeophagus ramirez, deshalb hießen die Pärchen immer Herr und Frau Ramirez. 

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Das hier ist Pünktchen, der Galaxywels, mal aufgetakelt. Man erwischt ihn selten, er lässt sich nicht gern sehen.

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Als er neu war, musste er noch ein paar Tage lang in unserem ersten Becken hausen, das Neuere war gerade am Einlaufen. Weil er so groß war, nahm er ohne Federlesens Gretel ihren Platz an der Moorkienwurzel weg. Sie war völlig aufgelöst! Auf dem Foto versucht sie, sich trotzdem noch an die Wurzel zu quetschen.

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