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 26.11.2010

 

 

Tadaaah - meine neueste Kreation! Ein Leibchen in Herbstfarben.

Das Garn ist von Crazy, sie hat es selbst gefärbt. Dann hat sie ihm den Namen Nuss-Geflüster verpasst. Gut, kann man so sehen. Aber ich dachte sofort an alte Herbstblätter, an die braunen vom vorigen Jahr.

Manch eine mag die Farbe etwas trübe finden, aber ich bin ja ein Herbstfan. Und mit Bluse oder Pullover in Gelb darunter wirkt es auf mich jedenfalls nicht trübe. 

Schon lange her, dass ich mal etwas fertig bekommen habe. Als nächstes ist ein Pullover fällig, so'n UfO vom vorigen Jahr.

 

 

 

In der Schule hab ich das Stricken gehasst, fast so wie Mathe. Die Ergebnisse meiner Bemühungen waren grauslich. Ich erinnere mich an einen Topflappen, der nach oben hin immer schmaler wurde und die Nadeln sich irgendwie festgefressen hatten... Weil er fertig werden musste, beendete meine Mutter ihn für mich, man konnte den Absatz aber deutlich erkennen. Auch die Handarbeitslehrerin.

Meine Mutter strickte sehr gerne und auch sehr gut. Die Anlage muss wohl doch vererbt worden sein. So um 1975 herum jammerte mein damaliger Mann, wenn ich ihn lieben würde, dann würde ich ihm einen Pullover stricken.

"Aber das kann ich nicht!" sagte ich. "Ich weiß nur noch, wie man rechte und linke Maschen strickt, aber aufnehmen, abketten und so, alles vergessen!"

Nun hatte ich damals aber strickende Kolleginnen. Eine davon zeigte mir, was ich wissen musste, und ich legte los. Und was soll man sagen - es wurde ein super Pullover! Ich hatte damals bei Karstadt ein Cableegarn gekauft, Grundfarbe Gelb, und aus dem Faden entwickelten sich kleine Flecken in Schwarz und Grün. Diesen Pullover trug dann später ich, weil ich den Mann 1981 in die Wüste geschickt hatte (seine eigene Schuld!) er aber seinen Pullover vergaß. Ich hab den jahrzehntelang unter meiner Uniformjacke getragen. Cableegarn ist eben schwer kaputt zu kriegen.

Schade, dass ich kein Foto davon hab. Aber damals fotografierte man noch teuer auf Film. So ging es mit vielen anderen Stricksachen auch, die unfotografiert eines Tages ausrangiert wurden.

Im Lauf von 35 Jahren kam da schon einiges zusammen.

Ich werd mal hier einige ältere Sachen einstellen, und wie es sich in einem Blog gehört, erscheint das Neue dann oben.

Ein sehr alter Pullover ist der hier. Liegt da irgendwie blöd rum, aber in echt ist er ganz hübsch. Das Muster und auch das Garn stammen noch von 3Pagen, die bieten ja schon lange keine Wolle mehr an. Eigentlich schade. 

Zopfpullover

 

Ich bin ja der festen Auffassung, dass ich höchstpersönlich die Kombination von Stricken und Häkeln erfunden habe! Dieser Strickpulli, dessen Passe im Muschelmuster gehäkelt ist, den trag ich schon gar nicht mehr. So alt und mittlerweile unansehnlich ist er (kurz vorm Weggeworfen-Werden):

Pullover4

 

Auch der hier ist sehr alt und leider etwas ausgeleiert:

Gelber Pulli

 

Dieser Pulli sieht sehr schick aus, macht aber auf Fotos gar nichts her. Er ist richtig schwarz! Man kann sehen, dass zwei Garnsorten verwendet wurden; die Passe ist einfarbig, das andere Garn hat einen bunten Beilauffaden. Ich trag den immer noch gerne, obwohl er zu den ältesten Pullis gehört.

Schwarzer Pulli

 

In den Neunzigern war ich zur Kur in Bad Schwalbach. Unten im Ort gab es einen Handarbeitsladen, und der hatte Mohairwolle im Sonderangebot. Schön warm und dick, für Nadelstärke 5.  Von den einzelnen Farben war allerdings nicht mehr viel da, ich hab deshalb blau, rosa und weiß genommen und es kombiniert. Die roten Steinchen an der Passe sind aufgenäht.

(Leider hat der Pullover Löcher und muss demnächst ausrangiert werden.)

Pullover-1

 

Hier hab ich einfach mal meine Phantasie wüten lassen.

Pullover-2

 

Einer der ganz wenigen Pullover, die ich nach Anleitung gestrickt hab, war dieser hier. Garn und Anleitung waren von 3Pagen. Das Material ist sehr interessant, der Faden ist mal sehr dünn und mal recht dick wie Dochtgarn, das machte so eine Struktur.

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Und hier ist noch ein Pullunder, bestimmt 20 Jahre alt, aber ich trag ihn noch immer gerne. Sieht noch top aus. (Die Bluse ist übrigens grün, aber auf Fotos wirkt sie immer irgendwie türkis.)

 

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1990 und 1992 war ich in Bolivien. Zum Andenken dieser Pullover mit den Kontinenten Mittel- und Südamerika. Die blauen Steinchen bezeichnen die Hauptstädte, aber ich finde mittlerweile, rote Steinchen hätten sich besser gemacht. Wenn ich mal welche finde, tausche ich sie aus. (Auf der Schulter wären zwar auch noch Hauptstaädte, aber da verfangen meine Haare sich dann in den Steinchen.)

Pullover3 klein

 

Dies ist ein gewollt schlichter Überzieher. Sehr lange hatte ich einen, bei dem erinnerte das Garn an rotes Schottenmuster. Aber irgendwann war er hinne, und mir fehlte so ein Teil. Das Garn hier ist von Crazy und heißt Zitronella, auf dem Foto sieht man den goldenen Glanzfaden leider nicht.

Zitronella

 

Ein gehäkelter Pullover mit Dreiviertel-Ärmeln aus dem Crazy-Garn "Schillernde Rosen". Für die Passe hab ich "Fremdgarn" verwendet, zum Beispiel von Brazilia das Graue, kann man gut erkennen.

Schillernde Rosen

Hier noch etwas näher dran: Auch ein durchgezogenes graues Seidenband ist dabei, ganz oben.

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Dieser Pullover ist aus einem Crazy-Garn, das irgendwas mit "Pfau" heißt. Der genaue Name fällt mir gerade nicht ein. Die Vorlage ist von Junghans.

Blauer Pulli

 

Der nächste Pulli ist aus Crazys Garn "Von Farbe verführt", zusammen mit grauer Catania und lachsfarbener "Mikro". Die Knöpfe sind auch von Crazy und heißen "Sommerflirt".

Ich hab mit großem Genuss gestrickt, denn das Garn ist einfach nur schön.  Es hat einen Verlaufsfaden in hellblau, hellgrün, gelb und apricot/lachs, hier mal die Maschenprobe aus der Nähe:

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Ich denke meistens in "Ensembles". Dieser Pulli soll mit der lachsfarbenen Bluse und einer grauen Hose getragen werden.  (Die Beule unten entstand durch die Bluse. Ich wollte nicht, dass sie zu sehen ist, und hab sie ein bisschen da reingeknüllt.):

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Dieses Garn heißt "Ausgefranste Jeans" oder so ähnlich und ist wunderbar kuschelig und fransig. Leider trägt es auch auf. Man sieht gleich ein paar Nummern dicker aus. Trägt sich aber obersuper!

ausgefranst

 

Und dieser Pulli aus einem namenlosen Crazy-Unikat macht auf dem Foto leider überhaupt nichts her. Dabei ist er wunderschön! Ein Dochtgarn in weiß und blau, sehr unregelmäßig gesponnen, mit einem Goldfaden. Und das Blau ist auch wunderhübsch. Ich hab das Ding einfach nicht so fotografiert gekriegt, dass man einen echten Eindruck hat:

 Unikat

 

Hier ist aber eine Nahaufnahme, auf der man es besser sieht:

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Eine Häkeljacke aus einem Unikat von Crazy, dem ich den Namen "Clematis in Pastell" gegeben habe. 

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Hier eine Geschichte, die noch nicht ganz zu Ende ist:

Da hatte ich von Crazy einen wunderschönen Strang Wolle bestellt. 1070 Gramm. Wie groß der war, überraschte mich aber, man kann das nur im direkten Größenvergleich erkennen:

 

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Ich schnitt die Haltebänder durch - und weiß nicht, wie das passierte: Innerhalb von Sekunden rutschte der ganze Strang ineinander. Meine Rettungsversuche bewirkten das Gegenteil Nach kürzester Zeit war alles nur noch Chaos.

 

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Was ich nicht wusste, war: Wenn man erstmal angefangen hat herumzufädeln, dann muss man damit auch weitermachen. Tja. Nun bleibt mir nichts anderes übrig, als mit allergrößter Geduld zu versuchen, aus dem Haufen ein Knäuel zu machen. (Auf dem Bild ist mein LG am enttüdeln.) Das Garn ist aus Seide und Viskose und sehr schwer, und das wird der Grund sein, weshalb es sich gleich so verhedderte. Hätte ich nur das Angebot angenommen und für 3 Euronen mehr das Garn von Crazy knäueln lassen!

Aber alle Menschen sind klug. Die einen vorher, die anderen hinterher.

Seufz.

 

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Ist das nicht einfach traumhaft? Das Garn heißt "Elfin" und diese Farbe eigentlich "Herbst", und das passt auch, aber ich finde, das ist schon nicht nur irgendein europäischer Herbst, sondern der Indian Summer aus Amerikas Ostküste.

Allerdings hab ich das schon im Herbst 2008 gekauft; gibt's nicht mehr.

Das Garn ist von Schoeller + Stahl, hat 140m auf 50 Gramm, besteht aus 90% Polyacryl und 10% Mohair, man strickt es mit Nadelstärke 5 - 6 und ich hab 2,75 € für das Knäuel bezahlt bei Martinas Hobby- und Bastelkiste.

(Das Foto des fertigen Pullis folgt, er ist wieder mal in der anderen Wohnung.)

Ich schwärme ja auch für schöne Stricknadeln! Mitte März 2008 bestellte ich das kleine Set mit drei verschiedenen Stärken:

 

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 Die sehen doch klasse aus, oder? Ich hab ein kleines Set bestellt mit den Größen 4, 5 und 6, und dazu noch eine "fertige" Rundstricknadel der Stärke 3,25. Ist ja fast so wie 3,5, aber diese europäische Stärke gab es damals noch nicht. Die abgebildeten Nadeln sind nur die Spitzen, dazu gibt es drei Seile und sogar Endstücke, so dass man auch Jackenstricknadeln daraus machen kann. Das große Set war mir zu teuer, und wann brauch ich schon mal noch dickere Nadeln als Stärke 6? Solche hab ich sogar, wenn auch aus Metall, aber sie durch Holz zu ersetzen lohnte die Ausgabe nicht.

 

Als ich dies sah, hatte ich so ein Gefühl wie: Das hätte mir auch einfallen können!

Ziemlich geniale Sache, die der Strickdesignerin Johanna Schwarz da eingefallen ist; sie hat sich die Idee klugerweise patentieren lassen.

Ich muss das unbedingt mal machen!! Und wenn's erst nur eine Kissenhülle ist oder so.

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Der Trick ist, dass man in regelmäßigen Abständen Löcher in die Ränder einarbeitet und sie am Ende zusammenhäkelt. Das Ganze erinnert mich an den Dübel-King, mit dem man genial einfach Dübellöcher bohren kann, die immer mit dem Gegenstück zusammenpassen.

 

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Seit Junghans in einer Club-Post das Stricken mit verkürzten Reihen vorstellte, fasziniert mich das. Sie gaben eine brauchbare Anleitung, und ich fasste Mut und probierte es:

 

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Geht tatsächlich!! Es ist ja nicht immer so, dass ich eine Anleitung kapiere......

 

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Als ich dieses Buch in Martinas Bastel- und Hobbykiste entdeckte ["nur noch wenige Exemplare auf Lager"], da blieb mir gar nichts anderes übrig. Denn das Buch heißt "Stricken für Anarchisten". Da fiel mir wieder einiges aus meinen jungen Jahren ein. So völlig hab ich mich nicht verändert. Man wird nur älter und realistischer. Mein neues Buch hat ein schönes Vorwort, und ich werd das mal auf Deutsch übertragen, da ich nicht weiß, wer von Euch alles englische Texte lesen kann:

"Die meisten Anarchisten sind freundliche Leute. Sie sehen, dass die Regierung die Hauptquelle für Gewalt ist, da sie Kriege führt, und dass Kriege die Menschen dazu bringen, monströse Dinge zu tun, die sie sonst nie tun würden. Darum möchten sie die Regierung loswerden. Sie sehen, dass die Hauptquelle der Unterdrückung die Gier ist und Besitz an den Quellen des Reichtums , darum möchten sie, dass die Produktionsmittel denen gehören, die produzieren. Sie wünschen sich, dass die gesellschaftlichen Organisationen aus gemeinsamen Interessen und gegenseitigem Nutzen erwachsen, ein stetiges Zueinanderkommen und Auseinandergehen, so dass es keine festen Strukturen gibt, die unterdrückend werden könnten. Es ist schlicht Idealismus. Der große Wunsch der Anarchisten ist es, dass alle Menschen in Frieden leben und ihren eigenen Sternen folgen. Wir mögen das nicht in der gesamten realen Welt hinbekommen, aber wir können das Ideal in der Welt des Strickens erreichen. Wir müssen es nicht haben, dass das Modediktat uns vorschreibt, was wir tun müssen. Wir sollten nicht durch professionelle Verordnungen eingeschüchtert werden, die uns sagen, wie man die Dinge falsch oder richtig tut. Wir müssen keine Angst haben, etwas auszuprobieren, Fehler zu machen und dabei zu lernen, wie man neue und wundervolle Sachen kreiert, oder uns einfach selber Vergnügen bereiten und niemandem sonst. Anarchismus ist eine exzellente Ideologie für StrickerInnen, wie diese kleine Anleitung hoffentlich zeigen wird. Die I.W.W. (Industrial Workers of the World, im Volksmund 'die Wobblies') raten: "Organisiert Euch nach den Gegebenheiten, nicht nach der Ideologie". Von diesen Gegebenheiten spreche ich. Wenn wir die Kontrolle über unser Stricken übernehmen und tun was wir möchten, haben wir nichts zu verlieren außer unseren Ketten, und wir haben eine Welt zu gewinnen."

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In dem Buch sind nur ganz wenige fertige Beispiele wie diese hier. Der Grund wird wohl sein, dass man eben völlig frei ist und sich nicht an anderen orientieren soll. Das Buch besteht fast nur aus Text, nur ganz wenige Anleitungen sind dabei, etwa diese:

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Diese Anleitungen geben aber mir die Gelegenheit, englische Strickbegriffe zu lernen. In Crazys Strickforum gibt es einige Leute, die oft nach englischen Anleitungen stricken, aber für mich ist das neu. Ich interessiere mich auch schon lange für "free form", das geht auch mit Häkeln. Hab mich zwar noch nicht so richtig 'rangetraut, aber toll ist es irgendwie schon. Im Spätsommer hab ich mal einige schmale Streifen in verschiedenen Mustern gestrickt, die ich zu einem Pullover zusammenfügen wollte. Das ist ja schon so wie die Modelle aus "Knitting for Anarchists"; ich hatte nur Schwierigkeiten, die Streifen so aneinander zu fügen, dass es keine Wülste gab. Dann kam die kalte Jahreszeit, und ich legte das dünne Garn erstmal wech. Aber wenn mich nicht alles täuscht, hab ich schon wie eine Anarchistin gestrickt!! ;-)

 

Häkeln

Hier eine gehäkelte Weihnachtsdecke. Julianna hat mir freundlicherweise das Muster geschickt, und es hat so viel Spaß gemacht, dass ich nur etwa eine Woche für das große Teil gebraucht habe. Ihre Decke ist aus einem Goldgarn, meine aus einem roten Glitzergarn, das "Dunkelrotes Flimmern" heißt. Beides von Crazy.

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Noch mehr Häkeldeckchen:

Deckchen

 

lachsfarbenes deckchen

 

Dieses sieht zwar schief aus, aber nur, weil ich es nicht ganz genau von oben fotografieren konnte. Das ist also eine perspektivische Verzerrung. Das Garn ist cremefarben und hat einen Goldfaden dabei.

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