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Die Wut wird größer...

aber die intellektuelle Verwirrung lässt nach."

Georg Schramm, hier:

 

 

Schicksalhafter Tag, der Elfte

Mir ist vor kurzem endlich aufgefallen, dass zwei weltbewegende Ereignisse auf einen 11. fielen, nämlich am 11. September 2001 der Anschlag auf die Twin Towers in New York, und jetzt am 11. März der Unfall im Atomkraftwerk Fukushima.

In beiden Fällen fiel in den Medien der Satz: "Die Welt wird nie wieder so sein wie vor dem Ereignis."

Da war ich 2001 skeptisch. Wie schnell werden auch große Sachen vergessen, zumindest in den Hintergrund gedrängt, sobald etwas anderes Großes passiert. Ich konnte auch solche Aktionen nicht ganz nachvollziehen, wie zum Beispiel das Aussetzen von lustigen Fernsehsendungen nach dem Anschlag in New York. Da hatte es schon Katastrophen mit viel mehr Opfern gegeben. Warum wurde für sie nicht auch so getrauert?

Es hatte wohl etwas damit zu tun, dass der Islam als neuer Weltfeind aufgebaut werden sollte. Das ist ja auch gelungen. Von daher - nun ja, vielleicht kann man sagen, die Welt hätte sich durchaus verändert. Obwohl mir scheinen will, dass das ohnehin passiert wäre. Ohne den bösen Osten brauchten Manche wohl jemand anderen, an dem sie sich abarbeiten können, und die Islamisten fallen leider unangenehm auf. Mit den anderen Anschlägen - in London und in Madrid zum Beispiel - hätten sie am Ende dasselbe erreicht.

Dieses Mal, nach dem Super-GAU, könnte es aber wirklich sein, dass sich die Welt verändert. Wenn jetzt die Atomkraftwerke schneller abgeschaltet werden, dafür die Erneuerbaren Energien schneller ausgebaut, dann verändert sich wirklich etwas Grundlegendes. Es ist nur schlimm, dass all die anderen Unfälle von Harrisburg bis Tschernobyl dafür nicht ausgereicht haben.

(Den Tschernobyl-Tag kann ich mir übrigens deshalb so gut merken, weil mein Kater Shadow an dem Tag vier Jahre alt wurde; er war am 26. April 1982 geboren.)

Wilfried Schmickler hat sich in den Mitternachtsspitzen so richtig schön über Merkel aufgeregt. "Da laufen sich seit 30 Jahren die Atomkraftgegner die Hacken wund, und diese Tucke stellt sich hin und kräht: Das hätte doch kein Mensch voraussehen können!!!" Ja, das ist wahr. Wir haben es vorausgesehen. Aber froh ist man nicht immer, dass man Recht hatte.

Am meisten hat mich aufgeregt, dass man als "irrational" bezeichnet wurde, wenn man auf die unbeherrschbare Zerstörungskraft eines kaputten Atomkraftwerks hinwies. Nein, das konnte für all die rationalen Köpfe nicht passieren. Es ist also rational, wenn man Gefahren einfach leugnet. Ah ja.

 5.4.2011

 

Also, ich konnte den Karl Theodor ja auf den ersten Blick nicht so recht leiden.

Es mag schon an einer etwas schmierigen Ausstrahlung liegen, jedenfalls wirkt sie so auf mich. Aber das wäre nicht gar so entscheidend. Politiker sind keine Filmstars, und wenn jemand etwas politisch Vernünftiges sagt bzw. tut, lass ich Äußerlichkeiten beiseite. Ich muss ja keinen von denen heiraten.

CSU ist für eine undogmatische Altlinke natürlich von vornherein nicht vertrauenswürdig. Aber selbst darüber könnte ich hinwegsehen, wenn der Mann überzeugt. (Dann wäre er aber sicher bald in einer anderen Partei – die CSU würde ihn rauswerfen.)

Nee, das muss die gleiche instinktive Abneigung gewesen sein, die mich auch damals beim Anblick von Roland Barnabas Schill erfasste. Zur Erinnerung: Der gründete die "Partei Rechtsstaatliche Offensive", PRO, in Hamburg und verhalf durch Koalition der CDU zur Macht an der Elbe. Mit Gewäsch über hartes Durchgreifen bei den Drogendealern und der Halbierung der Kriminalität erzielte er mehr als 19% der Wählerstimmen einer Bevölkerung, die trotz aller historischen Erfahrung jedem Demagogen stupide auf den Leim kriecht.

Mein Bruder fasste es in treffende Worte, als er von Schills "ungefestigtem Aussehen" sprach. Man hätte es wissen können. Schon allein deshalb, weil er als stadtbekannter "Richter Gnadenlos" am laufenden Band Urteile fällte, die so hanebüchen waren, dass nachfolgende Instanzen sie am ebenso laufenden Band wieder aufhoben.

Und nun Karl der Franke. Erinnert sich noch jemand, dass er schon ganz zu Anfang hochstapelte, indem er so tat, als hätte er in einer großen Firma gearbeitet? In Wirklichkeit war es die Verwaltung des Familienvermögens. Dann irgend ein Praktikum. Jedenfalls nicht das, was er da glauben machen wollte, um Kompetenz vorzutäuschen.

Dann der Vorfall in Kunduz, wo Zivilisten ermordet worden waren durch einen Bundeswehr-Offizier. Das Geeiere von wegen: zu Guttenberg wäre nicht informiert und dies und das, der Offizier habe nichts falsch gemacht - und ein paar Stunden später war er plötzlich doch des Dienstes enthoben.

Nicht anders die Geschichte mit dem Kommandanten der Gorch Fock. Eben noch verteidigt, dann (offenbar nach einem Gespräch mit BILD-Reportern oder so was) die unverhoffte Freistellung vom Dienst.

Dieses Hin und Her zeugt ganz und gar nicht davon, dass der Mann weiß, was er tut. Und ich kann es jetzt hier nicht beweisen, aber seine Einstellung kommt mir doch recht… nun, konservativ vor, aber der Ausdruck trifft es nicht genau. Reaktionär?

Diese Sache mit der Abschaffung der Bundeswehr ist ja auch so merkwürdig. Offenbar spart es nur ein Bruchteil der Kosten, die der Minister angegeben hat (1,5 Milliarden statt mehr als 8 Mia oder so ähnlich). Tja, und dann?

Ich war immer gegen die Wehrpflicht. Aber sie ist wohl doch das kleinere Übel gegenüber einer Söldnertruppe. Besonders wenn man sich klar macht, dass in erster Linie "arme", abgehängte junge Männer dort eintreten werden in Ermangelung eines anderen auskömmlichen Arbeitsplatzes. Wenn du Hartz IV entkommen willst, wirste eben Kanonenfutter.

Außerdem werden sich speziell solche jungen Männer zum Militär hingezogen fühlen, die ganz gerne mal draufschlagen, besonders gern auf "Fremdrassige".

Heißt das dann immer noch Bundeswehr? Da wird mittlerweile schon wieder einen Berliner Reichstag haben, müsste es doch konsequenterweise die Reichswehr sein. Oder wieso nicht?

 27.2.2011

Meine Güte, vielleicht raff ich mich mal dazu auf, hier endlich etwas zu schreiben!

Das Video unten über die zwischenmenschliche Kälte hatte ich nämlich eingestellt, nachdem ich im Radio den Kommentar einer Hörerin mitbekommen hatte. Die sagte ganz empört, dass von allen Hartz-IV-Empfängern, die sie kennt, nur einer oder zwei nicht rauchen. Wenn die sich das also leisten können, dann kriegen die immer noch zu viel Stütze.

So ein grunzdummes Geschwätz treibt mich die Wände hoch!

Die Nikotinsucht ist eine der stärksten, die es gibt. Millionen Menschen, die kein Hartz IV bekommen, haben schon -zig Mal versucht, sich das Rauchen abzugewöhnen, und sind daran gescheitert. Aber wenn jemand aus seinem Job gekickt wurde - zu alt, zu krank, oder der Betrieb wurde von Heuschrecken gefleddert und alle stehen auf der Straße - dann soll er plötzlich fähig sein, so einfach mit dem Qualmen aufzuhören.

In einer Situation, die schon so belastend ist, wie es schlimmer kaum geht, nämlich bei allen als Sozialschmarotzer zu gelten, da soll er dann die seelische Kraft haben, auch noch die Sucht zu überwinden.

Ja, was noch? Am besten soll er sich doch aufhängen, oder? Das geht viel schneller, als sich Lungenkrebs einzufangen, da liegt er dem Steuerzahler nicht gar so lange auf der Tasche.

Ich kann nur sagen, vor der Gedankenlosigkeit und Hartherzigkeit dieser Leute hier gruselt es mich immer mehr. Dass es ein großes Arbeitslosenheer gibt, ist politisch gewollt und mit Absicht so eingefädelt: Mit der Agenda 2010, dem Ausbau des Niedriglohnsektors und dem Abwürgen des Binnenmarktes im Interesse der Exportwirtschaft. So kann man diejenigen, die noch einen Job haben, in ständiger Angst halten, ihren Arbeitsplatz auch noch zu verlieren. Es gibt ja genug Leute, die ihn gerne machen würden und viel billiger. Aber nee, nicht die Verantwortlichen bekommen die Verachtung zu spüren, die ihnen gebührt, sondern die Opfer dieser Politik.

Gibt es einen anderen Planeten? Ich will hier raus!!!

 

 

21. Januar 2011


Merkels Raubzug

... betitelte die "Junge Welt" ihren informativen Artikel vom 26.11.2010. Wer ihn vollständig lesen möchte: 

http://www.jungewelt.de/2010/11-26/003.php

Aber es reichen auch einige Passagen aus dem Text, um zu verstehen, was die Situation ist.

Am heutigen Freitag will die Bundesregierung unter dem Titel »Sparpaket« ihre soziale Kürzungsorgie einleiten. Sie treibt damit Prekarisierung, Verarmung und Ausgrenzung weiter voran

von Michael Klundt

"Von Anfang an war klar, dass die Regierung unter »sozial ausgewogen« ein Programm versteht, welches Großverdiener, Banken und Konzerne schont und Erwerbslose, Rentner und Familien belastet.

Über die Hälfte aller geplanten Einsparungen bis 2014 (zirka 80 Milliarden Euro) finden sich im Sozialbereich (über 30 Milliarden Euro) und in der Verwaltung (über 13 Milliarden Euro, z.B. durch die Streichung von 10000 Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst sowie Gehaltskürzungen).

Mit ihren Haushalts-, Gesundheits- und Hartz-IV-Beschlüssen beschleunigt die Bundesregierung die Verarmungstendenzen und sagt dem im Grundgesetz verankerten Sozialstaatsgebot den Kampf an."

Im Grundgesetz steht auch, dass das Volk das Recht zum Widerstand hat, wenn die "Oberen" das GG missachten und - auch in Teilen - außer Kraft setzen.

"Durch den Wegfall der Zuschläge beim Übergang von Arbeitslosengeld (ALG) I zu II fallen Erwerbslose nun direkt auf Hartz-IV-Niveau. Diese Kürzung (um 800 Millionen Euro) macht Beschäftigte und Erwerbslose noch erpressbarer für Leiharbeit und Niedriglohn.

Die Abschaffung jeglicher rentenrechtlichen Absicherung für Langzeiterwerbslose ist ein Programm für noch mehr Altersarmut. Bis 2014 werden dadurch 7,2 Milliarden Euro in der Rentenkasse fehlen.

Das Sparen bei Wiedereingliederungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit (»Effizienzverbesserungen bei der Arbeitsmarktvermittlung bei SGB II« ) in Höhe von etwa 4,5 Milliarden Euro bedeutet, daß es für ältere oder gesundheitlich beeinträchtigte Erwerbslose noch schwerer wird, einen neuen Job zu finden, als bisher.

Zudem führen die geplanten 16 Milliarden an Kürzungen im Sozialgesetzbuch (SGB) II und III durch Ersatz von Pflicht- durch Ermessensleistungen zu einer weiteren Einschränkung von Rechtsansprüchen im demokratischen Sozialstaat zugunsten eines verschärften Willkürregimes nach Spardiktat im neoliberalen Wettbewerbsstaat.

Mit der Streichung des Heizkostenzuschusses bei Wohngeldbeziehern um 400 Millionen Euro trifft die Regierung außerdem vor allem einkommensschwache Familien und ältere Menschen mit geringen Renten.

Schließlich beinhaltet das Sparpaket die vollständige Anrechnung des Elterngeldes auf Leistungen nach dem SGB II und damit dessen faktische Streichung für Familien in Hartz IV. Gemeinsam mit der gesenkten Nettolohnersatzrate von 67 auf 65 Prozent macht das etwa 2,4 Milliarden Euro bis 2014.

Der symbolische Betrag von 3,8 Millionen Euro durch die Elterngeldstreichung bei ein paar Reichensteuer zahlenden Spitzenverdienern erscheint dagegen lächerlich und ist auch nicht als Indiz für irgendwelche »Ausgewogenheit« zu werten.

 

Eine Regierung, die Pharma-, Atom-, Finanz-, Hotelier- und andere Konzernlobbys hofiert, die von Vermögenssteuern nichts wissen will und die Anhebung des Spitzensteuersatzes sowie der Erbschaftssteuer ablehnt, bedient sich zur Schuldenreduktion beim übrigen Teil der Bevölkerung. Und dort läßt sich immer noch eine Menge kürzen und privatisieren, wie auch die sogenannte »Gesundheitsreform« von Philipp Rösler (FDP) zeigt. Natürlich ist das Ganze dann auch keine Kürzung nach Kassenlage, wie uns der Verweis auf die (selbstverordnete) neoliberale Schuldenbremse weismachen soll. Die fortgesetzte Subventionierung energieintensiver Unternehmen bei der Ökosteuer und der exportbasierte »Aufschwung XXL« (Wirtschaftsminister Rainer Brüderle) entlarven die Streichorgien zu einer gezielten Maßnahme nach Klassenlage."

 

 Ihr könnt deutlich sehen, dass die letzten drei Dezile, also 30%, über den Großteil des Vermögens verfügen, während 70% wenig bis nichts besitzen. Das 8. Dezil verlor seit 2002 0,7% seines Vermögens und das 7. ein ganzes Prozent. Die Ärmsten, das 1. Dezil, wurde um ein weiteres halbes Prozent ärmer.

Und da liest man in den Leserkommentaren der WELT-online beispielsweise Sätze wie: "Wir leben im Kommunismus"!

Da möchte ich fast sagen, schön wär's. Denn worin wir jetzt leben, das ist Postdemokratie. Politik wird für die Konzerne und Superreichen gemacht, wir normales Volk haben in Wirklichkeit nichts mehr zu sagen. Das Kreuzchen alle 4 Jahre ist doch ein Witz.

27.12.2010

Verdrehte Logik

Kann mir mal jemand die Logik der verrohten Bürgerlichen erklären?

Da liest man, dass der Hass der "Mittelschicht" auf die Hartz-IV-Empfänger im selben Ausmaß wächst, wie ihre Angst vor dem eigenen Abstieg.

Mensch! Wenn ich fürchte, bald selbst zum Hartzer zu werden, dann wünsch ich mir doch eine möglichst komfortable Unterstützung für sie, weil: Dann muss ich selbst bald nicht so darben.

Aber diese Leute keifen gegen den Sozialstaat. Abschaffen sollte man ihn! Stütze streichen! Sollen die sich doch selbst um sich kümmern!

Alles aus Angst, bald selber dazu zu gehören?

Sind die völlig verrückt – oder was kapier ich da nicht?!

23. Dezember 2010

Fatwa

Einige amerikanische Politiker haben die Todesstrafe für Julian Assange gefordert, den Gründer von Wikileaks. Er ist australischer Staatsbürger, kein Amerikaner.

Wenn irgendwelche Mullahs zum Mord aufrufen, ist das 'ne Fatwa...

7. Dezember 2010

 

Hier eine interessante Meinung. Leider rappelt der Sprecher so schnell, dass man sich konzentrieren muss, aber was er sagt, ist sehr bedenkenswert.

Bloß bei dem Thema 11.September mag ich nicht so recht folgen, der Vorstellung, dass da der amerikanische Staat oder so die Finger im Spiel hatte. Bisher gehe ich davon aus, dass es ein Terroranschlag war von Atta und Konsorten.

 

 

7. Dezember 2010

Wikileaks und die Allianz der beleidigten Leberwürste


Anstatt sich ‘an der eigenen Nase zu zupfen’ und über persönliche Konsequenzen aus der Affäre nachzudenken, legen die neunmalklugen Volksvertreter beiderseits des Atlantiks nun ein noch viel peinlicheres Verhalten an den Tag: Sie rotten sich zu einer Allianz der beleidigten Leberwürste zusammen um unter hysterischem Kriegsgeschrei auf jene loszugehen, die es wagen, den Schleier der Verlogenheit zu lüften und ihnen einen Spiegel vorzuhalten…


Den hochkultivierten Damen und Herren aus der Weltpolitik scheint jegliches Gefühl für die Verhältnismäßigkeit der Mittel abhanden gekommen zu sein. Die Welt hat sich gegen Wikileaks und Julian Assange verschworen, lässt die Kommerzmedien zum Kreuzzug blasen: Assange der Vergewaltiger; Assange, der Informanten “in Lebensgefahr” bringt. Assange – Hitler, Stalin, Sadam Hussein und Osama bin Laden in Personalunion? Ja, was denn noch alles? Das Dumme ist nur, dass sich unbequeme Wahrheiten nicht dadurch aus der Welt schaffen lassen, dass man diejenigen vernichtet, die sie aussprechen.

Quelle zum Weiterlesen: http://www.gegen-stimmen.de/?p=12774

6. Dezember 2010

 

"Elektronisches Regieren" in Zeiten von Wikileaks

Offener Brief an Angela Merkel, Bundeskanzlerin:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33784/1.html

 

6. Dezember 2010

 

»Er kommt aus einer sehr alten Demokratie, weißt du . . .«


»Du meinst, er kommt von einem Eidechsenplaneten?«


»Nein«, sagte Ford, »so simpel ist es nicht. Nicht ganz so unkompliziert. Auf seinem Planeten sind die Leute Leute. Die Anführer sind Eidechsen. Die Leute hassen die Eidechsen, und die Eidechsen regieren die Leute.«


»Merkwürdig«, sagte Arthur. »Ich meine, du sagtest, es wäre eine Demokratie.«


»Sagte ich«, sagte Ford, »ist es auch.«


»Und warum«, sagte Arthur, der hoffte, er höre sich nicht lächerlich begriffsstutzig an, »schaffen sich die Leute dann die Eidechsen nicht vom Halse?«


»Das kommt ihnen ehrlich gesagt nicht in den Sinn«, sagte Ford. »Sie haben alle das Wahlrecht, und so nehmen sie schlichtweg an, daß die Regierung, die sie gewählt haben, mehr oder weniger der Regierung nahekommt, die sie sich wünschen.«


»Du meinst, sie wählen tatsächlich die Eidechsen?«


»Aber ja«, sagte Ford achselzuckend, »natürlich«


»Aber«, sagte Arthur und stürzte von neuem auf die Kernfrage los, »warum?«


»Weil, wenn sie keine Eidechse wählen würden«, sagte Ford, »käme vielleicht die falsche Eidechse ans Ruder.«

Gefunden im Blog "Neue Fragmente eines Ungenannten":

http://ungenannter.wordpress.com/2010/09/18/aphorismus-849/

 

 

Immer für die Bahn

Da hör ich vorhin beim Bügeln Radio. Frau Merkel sagt (betreffs Stuttgart 21) hämisch in Richtung SPD: Ja komisch, wer immer so für die Bahn ist, fällt sofort um, wenn er mal ein bisschen kämpfen muss.  

Ah so. Stuttgart 21 ist also "für die Bahn". Da werden seit Jahrzehnten Strecken stillgelegt, da soll die Bahn an die Börse gehen, also aus Volksvermögen Privatvermögen gemacht werden, aber den Bahnhof in Stuttgart abreißen ist Politik  für die Bahn. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Geht’s eigentlich noch blöder? Und die Tante wählt Ihr?!

Außerdem - schön dass sich die Politiker mal dem Volk widmen. Wenn auch nur in der Art, dass sie gegen den erklärten Volkswillen "kämpfen". Weiter so!

 

 

 




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