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   24.02.16 20:19
    haha








Seit Mitte April 2007 haben wir Mäuse.

Zuerst waren es nur drei. Weil in dem Zooladen nur braune und weiße vorrätig waren, nahmen wir zwei weiße und ein wildfarben braunes Mäuschen. Diese hieß Minnie. Die anderen beiden, da wir sie nicht unterscheiden konnten, hörten beide (nicht) auf den Namen Daisy.

Hier die erste Begegnung von Katz und Maus:


 

Die Verkäuferin hatte uns schon vorgewarnt: Die Braune ist trächtig. In etwa zwei Wochen würde sie ihre Jungen bekommen, die dürften wir aber in das Geschäft zurückbringen, denn sonst würden sie eben dort geboren, und am Ende macht es für den Laden keinen Unterschied.

Nach einer Woche nahm mein LG den Deckel des Häuschens ab, und zu unserer Überraschung war da schon Minnie mit fünf nackten Mäuschen!


Ganz schnell machte er das Kinderzimmer wieder zu, denn man darf eine Mausmutter nicht stören.

Nur mal gaaanz schnell ein Foto gemacht...


Nach einer Woche sieht man schon die Farben:


Dies sind zwei Wochen alte Mäuschen.


 

I Mäusekinder1.jpg

 

In der Zwischenzeit wurde auch eine unserer Daisys immer dicker! Und zwar um vieles dicker als Minnie je gewesen war!! Minnie hatte fünf Kinder, wie viele würden es nun werden??

Die andere Daisy, die nicht trächtig war, hatte sich aber sofort als tüchtige Tante erwiesen. Sie entlastete Minnie, damit die mal im Rad laufen oder essen konnte, und passte auf die Gören auf als wären es ihre eigenen. Das war die Zeit, in der wir die beiden Daisys unterscheiden konnten, auch später noch. Denn Daisy die Mutter hatte ihre Schwangerschafts-Gymnastik nicht gemacht und war noch monatelang dicker.

Daisy die Jungfrau und Minnies Kinder:

Es wurden ELF!! Zusammen mit Minnies Nachwuchs also 16 kleine Mäuse.

Es war so rührend, ihnen beim Aufwachsen zuzusehen. Im Alter von vier Wochen mussten wir sie schweren Herzens in den Laden zurückbringen, denn dann sind Mäuse schon geschlechtsreif. Wir wären schön in der Bredouille gewesen, wenn der Nachwuchs nun auch noch Nachwuchs produziert hätte. Aber wir waren traurig. Was, wenn sie später kein schönes Zuhause bekamen? 


Eines Tages riss uns ein Mausekind aus! Es versteckte sich unter dem Sofa, wir schoben es weg, die kleine Maus rannte durchs Zimmer und war einfach nicht zu fangen. Gut, wir hätten sie leicht tothauen können, aber wir wollten sie ja nicht verletzen, und das machte die Sache so schwierig.

Verzweifelt kauften wir eine Lebendfalle, taten Futter hinein und warteten. Und warteten Und... Denn das Mäuschen war so klein, dass es in die Falle gehen, essen und wieder hinaus spazieren konnte, ohne an den Klappmechanismus zu stoßen.

Als sich das Mäuschen hinter dem Recorder zeigte, wussten wir immerhin, dass es dort irgendwo hinter dem Schrank wohnte. Damit sie weiterhin überlebte, stellte ich ihr noch ein Tellerchen mit Wasser hin.


Unsere Katzen wussten noch viel besser, dass eine Maus hinter den Möbeln wohnte. Gespannt saßen sie immer wieder vor dem Schrank. Eines Abends versuchte die Mulle, eine Schublade zu öffnen.

Da hatte mein LG eine Eingebung: Er riss die Schublade auf, griff hinein - und hatte das Mäuschen!! Ich öffnete schnell den Mausekäfig, und schon saß der kleine Ausreißer wieder darin. Er stieg sofort auf das Kletterseil, und mit dem Rücken zu uns saß er lange Zeit da und überdachte seine Abenteuer:

Nun kommt noch eine traurige Geschichte.
Eines von Daisys elf Kindern hatte defekte Gene. Das fiel anfangs noch nicht auf, als sie alle noch geschlossene Augen hatten, nur hyperaktiv war das Kind von Anfang an. Auch hier kümmerte sich Daisy die Jungfrau um ihre Neffen und Nichten, und ständig war sie hinter Bennie her, um ihn wieder einzufangen. Dabei kreischte sie laut und voller Entsetzen, denn in der Natur ist so etwas tödlich für ein Mausebaby, einfach aus dem Nest zu rennen. Bennie aber konnte nicht anders. Wie ein aufgezogenes Blechspielzeug, mit rotierendem Schwänzchen, sauste er immerzu im Kreis herum durch das ganze Mäuseheim. Seine Augen öffneten sich nicht, nur das eine Auge ein kleines bisschen. Immerhin konnte er wohl sehen, wohin er lief.

Aber dann fingen die Geschwister an, Körner zu essen, und die Mutter hörte auf, sie zu säugen. Aber Bennie war noch gar nicht so weit. Ich sah es schon am Abend: Er lief immer langsamer, als ob die Batterie leer würde. Und am nächsten Morgen lag er tot in der Streu. Wir begruben ihn im Vorgarten, in einer Streichholzschachtel mit Watte, in die er zweimal hineingepasst hätte.

In der einen Woche mussten wir Minnies Kinder in den Zooladen bringen und eine Woche darauf Daisys, und beide Male musste mein LG das alleine machen. Ich konnte einfach nicht dabei sein.

Danach fanden wir, es sei Platz genug für ein paar weitere Mäuse, und wir kauften

Elli 


Amber 

 

und Luise. 


Die Verkäuferin sagte uns, diese sollten wir nicht nehmen, die hätte ja nur einen halben Schwanz. Aber wir nahmen sie trotzdem, und Luise war eine unserer nettesten Mädels. Nur unglaublich verfressen. Sie wurde immer dicker, und ich machte mir schon Sorgen um sie, aber geschadet hat das runde Bäuchlein ihr offenbar nicht.

Eines Tages fiel mir auf, dass "Daisy die Mutter" immer kränker aussah. Ihr Fell war ganz dünn, und auch im Gesicht sah sie total gestresst aus. Und dann sah ich zufällig, wie sie von Elli verfolgt und gemobbt wurde. Wenn Daisy essen wollte, schlich Elli sich mit fiesem Gesichtsausdruck von hinten heran und biss ihr in den Hintern, und mit lautem Gequieke rannte Daisy ins Häuschen und zitterte. Ich war mir ziemlich sicher, dass Daisy das nicht mehr lange überleben würde.

So mussten wir noch eine zweite Mäusebehausung einrichten und Elli ausquartieren. Damit sie aber nicht so allein sei, kauften wir ihr noch zwei Freundinnen:

Grisella   

 

und Mauli 


Mit denen konnte sie sich zum Glück auch vertragen. Als die böse Feindin weg war, saß Daisy erstmal 2 1/2 Stunden im Napf und kaute, und nach einer Woche sah sie wieder gesund aus.

Von den beiden Daisys gibt es gar kein eigenes Foto, stelle ich gerade fest.

 


 

Das arme dicke Luischen starb dann an einem Gehirntumor! Das war so schrecklich!

Wir sahen, dass sie sich plötzlich immerzu um sich selbst drehte. Das konnten wir uns überhaupt nicht erklären, dachten, vielleicht hätte sie sich etwas in den Zahn gebissen oder so. Mein LG ging dann abends zum Nachtdienst, und als er morgens nach Hause kam, war Luise immer noch dabei sich zu drehen.

Ihm war klar, dass sie sich mit irgend etwas quälte, stellte seinen Wecker auf 9 Uhr und stand dann wieder auf, um mit ihr zum Tierarzt zu fahren. (Ich war am Vortag zu mir nach Hause gefahren, wie immer, wenn er seine Arbeitswoche hat.) Der Tierarzt erklärte dann, dass es ein Tumor war und die arme Maus vor Schmerzen im Kreis herumlief!

Das Herz wird einem schwer, wenn man sich das vorstellt. Ich weiß ja schon, was Kopfweh sind. Aber das muss wohl alles toppen!

Luise wurde dann erlöst, und ich glaube, ihr letztes Gefühl auf dieser Welt war Erleichterung, dass der grausame Schmerz ein Ende hatte. 

 

Hier noch ein paar Impressionen:

Luise springt

 

Mauserad.jpg

 

Schecken

 

Mauseschmaus

 

Elli

 

Daisy und Amber

 

Amber turnt

Amber beim Turnen

 

K Pappröhre.jpg

 

Daisy

 

Aufregung beim Käfigputzen

 

Mauli

 

Daisy, Minnie, Amber


Übrigens hatten die alle kein bisschen Angst vor den Katzen! Auch wenn der Kater auf dem Deckel saß und gierig durch die Löcher linste, beeindruckt das die Mäuse kein bisschen:


 

Mäuse werden nach menschlichen Maßstäben nicht alt. Ich hatte hier im Blog erwähnt, wenn eine starb, so dass ich die Daten noch habe:

Amber: 2. Februar 2008

Luise: 20. März 2008

Elli: 16. April 2008

Mauli: 27. August 2008

Grisella: 13. Oktober 2008

Die beiden Daisys: 3. November und

15. Dezember 2008

 

 

Die nächste Generation

Anfang 2009 kauften wir dann eine neue Mäusefamilie. Es waren vier kleine Mädels. Sie saßen im Zoogeschäft zusammen im Käfig, so hatten wir die Gewähr (dachten wir) dass sie sich vertragen würden.

Diesmal war keine schwanger. So soll es ja auch sein. Aber wir denken immer noch mit Wehmut an unsere 16 Mäusekinder zurück.

 

Dies ist Lisa, bald "Lieschen" genannt, und zwar mit sch.

Sie sah nicht nur Luise ähnlich, sondern war auch genauso verfressen! Als einzige probierte sie schon dieses Stück Wurzel, als sie noch in der Transportbox waren und die drei anderen gar nicht den Nerv hatten, irgendwas zu essen.

Lisa mit Wurzel

 

Paulinchen sah aus wie Mauli. Deshalb bekam sie einen Namen mit dem Diphtong "au":

Paula am Napf

 

Besonders hübsch fand ich Emily. Die hatte zwei ganz verschiedene Seiten:

Emily auf dem Dach

Emily auf der Hand

 

Und hier unsere Lilly, die bisher einzige Überlebende:

Lilly auf dem Seil

 

Leider habe ich die Sterbedaten der drei Mäuschen nirgendwo notiert - hatte es vor, aber irgendwie immer verdaddelt.

In der Reiehnfolge waren es: Mauli, Lieschen, Emily.

Lilly blieb also übrig und sah aus, als ob sie es auch nicht mehr lange machen würde. Ihr Fell war im Nacken schütter und sie wirkte irgendwie alt. Aber was soll ich Euch sagen! Kaum war sie alleine, ging es ihr von Tag zu Tag besser. Ihr Fell wurde wieder dicht und sie sah jung und schön aus!

Die anderen müssen sie unterdrückt und gestresst haben, anders kann man sich das nicht erklären!

Zwar sind Mäuse gesellig. Aber einem so alten Tier kann man keine Neuen mehr zumuten, die würden sie wieder stressen bis zum Umfallen. Nun hat sie das große dreieckige Terrarium (70 X 70 X 100 cm) für sich alleine und buddelt, räumt um, schiebt ihre Papprolle durch die Gegend, und vor allem läuft sie im Rad, als ob es ihr Job wäre, für uns Strom zu erzeugen! Wir staunen immer wieder, mit welcher Ausdauer sie rennt. Das Rad rattert als ob es bald auseinander fallen will, und das stundenlang!

Ja, Lilly ist in Form!

 

Am Dienstag, dem 1. März 2011,  war es auch für Lilly so weit.

Sie hatte Krebs. Das Geschwür an ihrer Seite wurde immer größer. Allerdings war sie noch sehr lange Zeit munter damit und war die ganze Zeit am Essen. Wir meinten, so lange sie noch Appetit hat und keine Anzeichen von Schmerzen zeigt, lassen wir sie in Ruhe.

Aber dann konnten wir es doch nciht mehr mit ansehen. Sie nagte immer eine Minute an ihrem Bisquit und fiel dann in eine Art Halbschlaf, und das immerzu abwechselnd. So fuhr mein LG denn am 1. 3. mit ihr zum Arzt und ließ sie erlösen. Der Boden ist so gefroren, dass wir sie nicht begraben konnten. So musste er sie beim Arzt lassen und der Tierkörperverwertungsstelle überlassen. 

Im Moment ist das Mäuseterrarium leer. Wir wissen noch nicht, ob wir uns neue Nagetiere zulegen oder es jetzt dabei belassen.

 

 

 

 

 

 

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