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Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen

 Ja, mal sehen, vielleicht krieg ich dieses Blog wieder aktiviert. Es ist ja nicht so, dass mir nichts zu schreiben einfiele, aber wie das so ist bei den Rentnern: Niiie Zeit!

Aber heute hab ich etwas auf dem Herzen, und da denk ich, vielleicht kann ich ja ein paar Leute zum Unterschreiben überreden. Dabei geht es um die oben genannte Petition, die unter anderem von Inge Hannemann auf den Weg gebracht wurde. Bis zum 18. Dezember müssen 50.000 Unterschriften zusammen sein. Nicht nur online, auch auf Listen aus Papier, das ist egal. An manchen Tagen stehen Leute vor den Jobcentern und sammeln Unterschriften, aber ich bin niemandem begegnet und hab es online gemacht. Hier der Text der Petition, sollte man lesen:

Petition für die Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen

 Ich selbst hab die Petition online unterschrieben, es ist ganz leicht, sich dort zu registrieren:

Petition Bundestag

Viele werden schon von Inge Hannemann gehört haben. Sie war Mitarbeiterin im JobCenter und konnte die unfasslichen Gemeinheiten, die Arbeitslosen dort angetan werden, nicht mehr mit ansehen. Sie machte Skandale öffentlich und wurde dafür von ihrem Arbeitgeber "freigestellt". Jetzt kämpft sie für die Abschaffung der menschenverachtenden Hartz-Gesetze.


Mir ist klar, dass viele Leute gar nicht ahnen, wie grundgesetzwidrig das SGBII ist, und wie sehr der Rechtsstaat damit ausgehebelt wird. Das betrifft uns alle! Auch wenn wir (noch) keine persönliche Bekanntschaft mit einem JobCenter gemacht haben - jedem Lohnabhängigen kann das passieren. Da reicht eine Krankheit und 1 Jahr Arbeitslosigkeit. Ein Jahr ist schnell herum. Wer nicht jung und gesund ist, wird sehen, wie schwierig es ist, einen neuen Job zu finden. (Wobei es auch für Junge schwierig ist, zum Beispiel weil sie keine Berufserfahrung haben, aber ich will nicht zu weit abschweifen.)


Ich möchte noch etwas zu dem Text hinzufügen, auf den der erste Link verweist.


Wenn jemand meint, Hartz ginge ihn nichts an und das beträfe eh nur Faule (was eine perfide Hetze ist, der leider zu viele Leute auf den Leim gehen) der sollte sich mal folgendes klar machen: Sein Lohn wäre bedeutend höher, wenn es Hartz IV nicht gäbe!


Wer auf Hartz IV angewiesen ist, muss jeden Sklavenjob annehmen, der ihm zugeteilt wird. Jeden! Und glaubt mal nicht, dass man da eine Arbeitsstelle bekommt, die ausreichenden Lohn einbringt. Nein, das sind solche, bei denen man immer noch aufstocken muss, damit man auf Grundsicherungsniveau kommt! Selbst wenn man Vollzeit arbeitet, hat man nur wenig mehr Geld als jemand, der nicht vermittelbar ist. (Etwas mehr hat man schon, ich weiß nicht genau - bisschen über 100 Euro oder so.) Die ganzen mies und unsittlich niedrig bezahlten Scheißjobs muss man machen, und wehe, man weigert sich. Das bedeutet: Sanktion. 


Wer sich aber nicht weigern darf, hat keine Verhandlungsmacht dem Arbeitgeber gegenüber. Oder, genauer gesagt: Dem Ausbeuter gegenüber. Das Jobcenter treibt solchen Ausbeutern jeden Tag Sklaven in die Arme, die einen solchen Job mit gutem Grund sonst gar nicht angenommen hätten. Obwohl uns die Politiker sonst immerzu mit dem Begriff "Wettbewerb" vollsülzen, wird gerade dieser hier qua Gesetz abgeschafft. Die Arbeitgeber müssen ihre Leute nicht anwerben, etwa durch guten Lohn, sondern die werden ihnen zwangsweise zugeführt. Ich stamme ja noch aus einer Zeit, als es so etwas gar nicht gab. Jemand konnte entweder seine Leute bezahlen, oder er konnte es nicht - dann hat er eben keine Angestellten gehabt. Mittlerweile kriegt jeder Ausbeuter seine Leute, die er mit 3 Euro abspeisen kann. Den Rest bezahlt dann eben die Gesellschaft - über die Steuern - in Form von Grundsicherung. 


Wir Steuerzahler sind es also, die Arbeitgeber finanziell unterstützen, die ihre Leute nicht ausreichend entlohnen, damit ihr eigener Profit umso höher ist.


Das ist Hartz-IV-Missbrauch!


Ihr müsst Euch darüber im klaren sein, dass diese Gesetzgebung das gesamte Lohngefüge nach unten zieht.


Es ist wie beim Mietenspiegel, nur genau anders herum. Je mehr wohlhabende Leute in eine Gegend ziehen, die höhere Mieten bezahlen können, desto höher steigt der Durchschnitts-Mietpreis. Das wirkt sich bei jeder Mieterhöhung auf alle anderen Mieten aus, und viele Leute könne sie irgendwann nicht mehr bezahlen und müssen umziehen. Das ist die berüchtigte Gentrifizierung. Ehemals preiswerte Stadtteile werden zu Schickimicki-Gegenden für Besserverdienende. Die Armen können sehen, wo sie bleiben.


Bei uns ist es völlig selbstverständlich geworden, mies zu bezahlen - und oft wird sogar erwartet, dass Leistungen unentgeltlich erbracht werden. Journalisten können darüber ein Lied singen. Oder auch Leute, die von einem Praktikum zum nächsten wandern müssen. Wer will sich wehren? Kannst ja zum JobCenter gehen und Hartz IV beantragen, harr harr!


Wenn ein "normaler" Arbeitnehmer also glaubt, es geschähe den Faulpelzen ganz recht, wenn sie sanktioniert werden - tja, der schießt sich selbst ins Knie. Gäbe es die vielen Millionen Billigjobs nicht, wäre es selbstverständlich, dass jeder von seinem Lohn leben können muss. So wie es früher mal war.


Man hört immer wieder in den Medien, wie jemand behauptet: Der Schröder, ja, der hat das Richtige gemacht! Die Reformen haben uns gut getan!


Dann müsst Ihr aber mal gucken, wer das ist, dem es gut getan hat. Ganz bestimmt nicht den Lohnabhängigen. So reden die Gewinner, die Arbeitgeber, Konzerne und so weiter. Klar, die sparen tüchtig Lohnkosten. Wenn ein Normalmensch herumtönt, die "Reformen" wären gut für uns, darf man getrost an seinem - politischen - Verstand zweifeln. Der findet das wohl toll, dass wir seit den Neunzigern real keinen Lohnzuwachs hatten. Die Inflation hat immer gleich alle Zuwächse aufgefressen, dazu kamen noch andere Abgaben, die schneller stiegen als die Einkommen.


Meint jemand, dass wir zivilisatorisch weit hinter der Schweiz zurückbleiben? Sind wir ein Entwicklungsland, etwa so wie in Afrika? Nein? Aber warum können in der Schweiz Löhne gezahlt werden, die diese Bezeichnung auch verdienen, ohne dass das Land völlig pleite ist? (Und glaub mal keiner, dass unsere Banken weniger können als die schweizer Banken! Auch D ist eine Steueroase.)


Nur mal zum Vergleich. Im Jahr verdient ein/e


Kellner/in

in CH: 56,742 CHF

in D: 22,400 EUR


Postangestellte

CH: 65,987 CHF

D: 35,907 EUR


Friseurin

CH: 52,384 CHF

D: 18,840 EUR


Altenpfleger/in

CH: 68,360 CHF

D: 24,600 EUR


Ingenieur/in

CH: 100,253 CHF

D: 54,833 EUR


Jurist/in

CH: 102,650 CHF

D: 48,880 EUR


Dazu kommt noch, dass 1 Schweizer Franken heute 1,23 Euro wert ist.


Ich hab diese Liste von dieser Seite, wo alphabetisch die Berufe aufgezählt sind:

Lohnanalyse

Wahrscheinlich ist da ein statistischer Durchschnittswert berechnet, sonst kommt man ja nicht auf so krumme Beträge wie 3 Euro auf der letzten Stelle. Die Pfennige hab ich eh schon weggelassen.


Wir könnten das so etwa auch haben. Seit mindestens 20 Jahren wird uns eingeredet, dass um Gottes Willen die Löhne nur "moderat" steigen dürfen, sonst wären wir ja keine Exportweltmeister mehr. Als ob uns das irgend etwas nützte! Leider kann ich das Thema hier jetzt nicht behandeln, das führt zu weit, aber ihr könnt mir glauben - die Exportweltmeisterei nützt nur den Exporteuren. Den Binnenmarkt hat man austrocknen lassen, aber wir leben nun mal von Brot und Butter und nicht von "Export". 


Deutschland hat sich nicht an die europäischen Vorgaben gehalten und durch die Dumpinglöhne alle anderen Länder unterboten. Unser Exporterfolg ist also direkt auf dem Rücken der Lohnabhängigen erwirtschaftet. Weil andere Länder nicht so "erfolgreich", bzw. so unfair waren, konnten wir sie an die Wand konkurrieren. Die Ursache der Krise in Europa übrigens... auch das führt zu weit... die anderen Völker waren nicht fauler, sondern sie haben für ihre Arbeit das bekommen, was ihnen zustand. Das musste natürlich geändert werden!!! Die deutschen Politiker führen in der EU das Wort, nach ihrem erklärten Willen wird gehandelt. Und was wollen sie? Dass auch die anderen "wettbewerbsfähig" werden. Also noch billiger als wir. Dann heißt es natürlich, wir sind nicht wettbewerbsfähig. Also die Löhne noch weiter runter... Wo führt das hin? Werden wir eines Tages mit der Peitsche zur Arbeit getrieben und kriegen noch gerade so viel zu essen, dass wir überleben? Muss doch so sein, wenn man die Sache mal konsequent zu Ende denkt.


Wären unsere Löhne mit der Produktivität gestiegen, hätten wir jetzt 20 % mehr Geld. Allein diese 20 % haben die Arbeitgeber persönlich als Profit eingestrichen und denen vorenthalten, die sie erarbeitet haben. Mit dem Geld wissen sie jetzt nicht wohin, so fliegt es um die Welt, wird spekulativ angelegt, Blasen entstehen, die platzen irgendwann - und schon haben wir die nächste Wirtschaftskrise.


Hätte man uns hier in D alle Gehälter von einem Tag auf den anderen um 20 % gekürzt, Staatsbedienstete entlassen und sogar die Mindestlöhne gesenkt, wenn wir denn welche gehabt hätten - dann wäre unsere Wirtschaft über Nacht abgestürzt. Das ist in Griechenland passiert und in den anderen südlichen Ländern. Bei uns ging das sanft über Jahrzehnte, darum haben wir das nicht gemerkt. Wir wurden hirngewaschen: Löhne dürfen nur moderat steigen...


Am Ende sind wir aber alle die Gelackmeierten, alle Völker in Europa. Ich krieg jedes Mal Anfälle, wenn ich etwas über "faule Griechen" höre, so als ob die etwas für die Bankenkrise könnten. Da können wir viel mehr für, weil wir durch Lohnzurückhaltung zum Anwachsen der Spekulationsblasen beigetragen haben. 


Da haben also deutsche Banken ihr/unser Geld z. B. in Griechenland angelegt, und zwar zockerisch und spekulativ, und dann ist die Sache den Bach runtergegangen. Die Griechen sollen das Geld, das die Banken jetzt verloren haben, bezahlen - also die Banken retten, die sonst pleite wären. Und wer sind "die Banken"? Natürlich die Anleger. Die Spekulanten, die sich verzockt haben. Das sind zu einem großen Teil Deutsche! Unsere deutschen Reichen, die so viel Geld gescheffelt haben, dass sie damit herumzocken mussten, weil sie nicht wussten, wohin damit. Das ganze schöne Geld, das nie bei den Arbeitnehmern ankam, die etwas Vernünftiges damit gemacht hätten - zum Beispiel wären sie zum Friseur gegangen. Der hätte dann mehr verdient und dadurch vielleicht auch die Friseurin, die stattdessen im Jahr mit knapp 19,000 Euro nach Hause geht, und nicht, wie in der Schweiz, mit 52,000. 


So immens viel Geld, wie Griechenland für die Bankenrettung aufwenden muss, das hat es nicht. Die neoliberalen Ökonomen sind ja nun der Meinung, dass ein Staat "sparen" kann, indem er streicht. Also nicht die Wände, sondern jede Ausgabe. Diese Methode hat sich schon in den 1930er Jahren als tödlich erwiesen, und das wusste man auch seitdem, nur plötzlich glauben fast alle "Experten" wieder, dass dies das richtige Rezept ist. Und wieder wird offenbar, dass ein Staat nicht mehr Geld hat, wenn seine Bürger völlig verarmen, sondern weniger. Ist ja klar. Wer seine Arbeit verliert, zahlt keine Lohnsteuern mehr, zahlt nicht in die Sozialkassen, und er kauft auch wenig, so dass die Händler ebenfalls bald keine Arbeit mehr haben. Eine Spirale nach unten. Sieht auch jeder normale Menschenverstand ein. Bloß unsere Experten wundern sich, dass Griechenlands Schulden immer weiter steigen statt fallen. Und was ist ihre Antwort darauf? Noch mehr sparen, noch mehr Leute entlassen! Man fasst es nicht!!


Ich hab jetzt versucht, möglichst kurz die Zusammenhänge zu zeigen. Millionen Arbeitslose werden in Billigjobs gezwungen unter Androhung von Sanktionen, seit 20 Jahren verteilen wir den Reichtum der Gesellschaft von unten nach oben, wobei Billigjobs und Armutslöhne die Voraussetzung dafür sind. Damit die Arbeitnehmer keine Macht bei der Lohnverhandlung haben, sind die Gewerkschaften geschwächt worden (sie haben in ihrer Dämlichkeit auch noch mitgemacht!) und die Hartzer haben natürlich schon mal gar keine Möglichkeit, zu besseren Löhnen zu gelangen. Folglich gibt es Spekulationsblasen, folglich Bankenkräche, folglich müssen alle Völker die Banken heraushauen, und dabei drückt man ihnen eine Verarmungspolitik auf, die größtes Leid über die Menschen bringt. Die Wenigen, die von allem profitieren, sind die oberen Zehntausend. Wie man in Amerika sagt - das 1 Prozent. Wir aber sind die 99 Prozent!


Die Hartz-Gesetze sind ein bedeutendes Instrument dieser Umverteilung von unten nach oben, und die Sanktionen zwingen jeden, dabei mitzumachen. Glaubt doch bloß nicht diesen Unfug, dass es einem Arbeitslosen gut geht!! Nur weil die Verdummungssender RTL und Sat.1 diese beiden Deppen vor die Kameras gezerrt haben, die halbdebil grinsten, dass es ihnen Spaß macht und sie gar nicht dran denken, zu arbeiten. Wird denn die Absicht gar nicht klar, dass damit nur alle Arbeitslosen diskreditiert werden sollten? Damit bloß niemand merkt, dass Massenarbeitslosigkeit durch falsche Politik generiert wird und nicht durch Faulheit des Einzelnen? Auch wenn es ein paar davon gibt - meine Güte - Aussteiger hatten wir schon immer. 98 Prozent der Leute möchten sich lieber mal was gönnen und arbeiten auch dafür.


Es ist aber mittlerweile so, dass du dich im Billigjob totarbeiten darfst und kannst dir immer noch nichts gönnen.


Unter der Petition, die ich oben verlinkt habe, sind auch ein paar Paragraphen der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" aufgeführt, die zeigen, dass das gegenwärtige Hartz-System den Menschenrechten widerspricht. Diese gesamte Umverteilung widerspricht der Gerechtigkeit. 


Wo ich schon dabei bin: Nein, der Mensch muss sein Leben nicht rechtfertigen, indem er jeglichem  Ausbeuter zur Verfügung steht!


Auch das ist so eine Meinung, über die ich Anfälle krieg. Es heißt dann, dass jeder der Gesellschaft "etwas zurückgeben" muss, wenn sie ihn unterhält. Wenn sie dafür sorgt, dass jemand zu essen, ein Dach über dem Kopf und medizinische Behandlung bekommt, wenn er selber aus welchen Gründen auch immer nicht selber dafür sorgen kann.


Denkt das bitte mal zu Ende: Wer nichts zurückgibt, der soll verrecken.


Nee Leute, in diesem Volk ist der Unmensch immer noch am Werk.

5.12.13 16:40


Nix gewusst?!

Ich guck mir das jetzt seit einiger Zeit an - seit auch "die Politik" zugeben musste, dass es böse Rechtsextremisten bei uns gibt. Und es kann einem schlecht werden von der Heuchelei!

Schon vor längerer Zeit erschien 

dieser Beitrag

im BILD-Blog. Aus urheberrechtlichen Gründen möchte ich die beiden Bilder nur verlinken, aber man sollte sich das unbedingt ansehen! Sie zeigen, wie das ZDF mit einer Grafik über linke und rechte Straftaten die ersteren aufbläht, um es so erscheinen zu lassen, als wären beide gleich häufig. Ihr müsst ein kleines bisschen runtersrollen. Da erscheint dann die Grafik, wie sie korrekt aussehen müsste.

Um so eine Fälschung herzustellen, musste der Sender aber sehr genau wissen, was er tat: dass er die rechten Straftaten relativierte. Und so etwas macht man doch nicht, wenn man nicht eine klammheimliche Sympathie für Rechte hat, oder? Würde man sie sonst nicht anprangern, statt so zu tun, als wären die nicht gefährlicher als andere?

Dazu kommt mit Sicherheit noch eine hysterische Überbewertung des "Linksextremismus". Der wird ja immer gerne aufgebauscht und so getan, als übernähmen die Stalinisten übermorgen das Land.  Und wenn nicht die, dann die Islamisten.

Zu den linken Straftaten wird ja auch jeder Brandanschlag auf ein Auto gezählt. Aber wieso muss das "links" sein? Weil man glaubt, Linke wären vom Sozialneid zerfressen und gönnten anderen ihre Karre nicht?

Ein sehr guter Gastbeitrag im "Standard" ist der hier:

Wir Scheinheiligen

Dem kann man nichts mehr hinzufügen.

25.11.11 10:58


Nebliger November

Gestern Morgen, gegen viertel nach acht, hab ich auf dem Spaziergang mit Anni dieses Foto geknipst.

Jetzt wird der November wirklich grau.

 

Nebel
10.11.11 10:44


Frauen im Christentum

Waldemar hat einen Kommentar geschrieben zu meinem Eintrag "Boah ist das zum Kotzen", in dem er fragt, wie es sein kann, dass sich Frauen immer noch für so eine frauenverachtende Religion wie das Christentum einsetzen. Und dafür noch Kirchensteuer zahlen.

Ich denke, das hat etwas damit zu tun, dass Frauen überhaupt durchweg einen niederen Status haben. Auch im christlichen Abendland! Man will es vielleicht nicht glauben - moderne Zeiten und so weiter. Aber auf subtile Art ist es doch so. Eine Frau wird immer anders betrachtet als ein Mann, bei ihr kommt es aufs Aussehen an und auf ihr Verhalten, sie wird dafür viel eher kritisiert. Mal ehrlich: Der Typ, der eine Frau nach der anderen aufreißt, ist in weiblicher Ausführung nichts, was man bewundert. Aber warum eigentlich nicht? Der eine ist der tolle Hecht, die andere eine "Nutte".

Viele Eigenschaften werden  traditionell in weiblich und männlich unterteilt. Fürsorglichkeit gehört dazu und wird durchweg für weiblich gehalten. Indem sie sich also um andere Menschen sorgt, fühlt sich manche Frau eher akzeptiert - sie füllt das weibliche Rollenbild aus und bezieht daraus ihren Status. Ich glaube, dass das in großem Maße auf solche Frauen zutrifft, die im religiösen Umfeld arbeiten. Viele etwas "altmodische" Frauen haben ihre Diskriminierung verinnerlicht und beschweren sich gar nicht darüber. Sie versuchen einfach, ein guter Mensch zu sein, auch um den Makel ihres Weiblichseins auszugleichen.

Männer können das naturgemäß schlecht nachvollziehen, ihre Welt ist so verschieden. Für sie gibt es im Prinzip keine Grenzen, jedenfalls kaum welche, die ihnen entstehen, weil sie Männer sind.

(Ja ich weiß, bei Scheidungen sind Männer oft benachteiligt, das darf selbstverständlich nicht sein. Aber dies ist eine Ausnahme.)

Diskriminierung erleben schon ganz kleine Mädchen. Ich erinnere mich: Als ich 7 Jahre alt war, wurde mein Bruder geboren. Bis dahin war ich ein Einzelkind gewesen und von allen verwöhnt, und nun sagten meine Eltern mir unverblümt, dass der Bruder jetzt das bessere Kind sei, weil männlich.

Das hab ich zum Glück nicht geglaubt. Ich hatte gerade erste Erfahrungen mit Mitschülern gemacht und fand, dass die richtig doof waren. Der eine war noch nicht stubenrein, ein anderer konnte kaum verständlich sprechen. Was sollte an denen so toll sein?!

Mein Bruder hat seinen Status übrigens nie ausgenutzt. Dass er bevorzugt wurde, war ja nicht seine Schuld, und er hat sich lieber mit mir verbündet als den Macker herausgehängt. Da hab ich schon ganz andere Geschichten gehört von Frauen mit ganz anderen Brüdern!

In der letzten Zeit hört man ja öfter, dass Mädchen so viel besser sind in der Schule und dass die Jungs langsam abgehängt werden, dass mittlerweile eigentlich sie diejenigen sind, die Extra-Förderung erhalten müssten.

Allerdings hat sich die Tatsache, dass Mädchen bessere Schulabschlüsse haben, noch nicht dahingehend ausgewirkt, dass sie mehr verdienen als männliche Arbeitnehmer.

Wer weiß, kann ja noch werden...

26.10.11 17:46


26.10.11 16:25


17.10.11 17:23


Boah, ist das zum Kotzen!

 

Nach all den Sendungen im Radio und den Beiträgen im Internet tu ich es mir jetzt gerade an, im Forum "Politically Incorrect" zu spökern.

Trinke dabei Kaffee. Muss aufpassen, dass er drin bleibt.

Was für eine Wahnwelt wird da offenbar! Die Muslime erobern Westeuropa und die Frauen müssen bald alle den Schador oder ein Kopftuch tragen!

Ah so. Wir sind hier wohl, glaub ich, über 80 Millionen Leute. Darunter 4 Millionen Muslime – hab ich diese Zahl richtig im Kopf? Diese PI-Wahnheinis halten alle diese Muslime für fanatische Islamisten, was wohl bedeutet, dass sie keinen einzigen persönlich kennen. Die glauben wohl, dass jeder Türke, der hier seit Jahrzehnten lebt und arbeitet, eines Tages so eine Art Weckruf bekommt und dann, plopp, aufspringt,  unseren König ermordet und den Staat übernimmt.

Ach du meine Güte!

Ich weiß gar nicht – irgendwie ist es geradezu peinlich platt, darauf hin zu weisen, dass nicht jeder Mensch, der aus dem islamischen Raum kommt, auch religiös ist. Genau so wenig, wie nicht jeder Mensch in Westeuropa das Christentum mit seinem Blut verteidigen würde. Und selbst solche, die sich als Moslems bezeichnen, sind oft ebenso lauwarm wie die Meisten, die sich Christen nennen. Es gehört einfach zur Identität. Gerade für Einwanderer, die in einer anderen Kultur leben, ist so etwas eine Art seelischer Anker. Das machen Deutsche im Ausland doch genau so. Gerade vor kurzem fand ich einen Artikel darüber, wie schön die deutschen Rentner auf Mallorca leben, wo doch sogar die Ärzte dort Deutsch sprechen. Schöne Integration, oder? Auf die Idee, mal Spanisch zu lernen, kommen die Herrschaften nicht. Und erzählt mir nicht, man kriegt nix mehr in den Kopf, wenn man älter ist! Gerade die auf Mallorca, das sind nicht die kaputten Bauarbeiter und Schichtdienstler. Wer erst einmal mit den Einheimischen radebrecht, lernt auch dazu.

Auch bei uns im Land herrscht eine Trennung zwischen Einwanderern und Einheimischen. Es gibt viele Leute, die kennen einfach keine Mitmenschen aus den klassischen Einwandererländern. Ich hab mit solchen zusammen gearbeitet, seit ich aus der Lehre bin, also etwa 1970, und bin immer bestens mit ihnen zurecht gekommen. Ganz ehrlich, viele waren mir sympathischer als meine deutschen Kollegen. Ich erinnere mich an einen Betrieb, da gab es einen Pausenraum für Deutsche und einen für "Ausländer". Zwang gab es zwar nicht, aber fast alle Kollegen frühstückten in dem jeweiligen Raum. Nachdem ich mich über ewiges Genörgel meiner deutschen Tischnachbarn allzu sehr geärgert hatte, zog ich einfach um in den anderen Pausenraum, und stellte fest, dass außer mir nur ein anderer Landsmann dort hin ging. Da waren wir schon zwei. Und es war viel netter dort!

Um bei PI zu schreiben, muss jemand völlig verwirrt sein und die Realität um sich herum nicht mehr wahrnehmen. Ein Trick scheint mir besonders deutlich: Sie klagen, dass man den Islam nicht mehr "kritisieren" dürfe, dass ihre Meinung verboten wäre usw. Aber das ist doch keine Kritik! Das ist übelste Hetze. Klar ist Islamhetze verboten, das ist Volksverhetzung. Steht im Gesetz – tatsächlich, verboten.

Selbstverständlich kann man "den Islam" kritisieren, und die Anführungsstriche sollen bedeuten, dass es "den" Islam gar nicht gibt. Ebenso wenig wie "das" Christentum. Das hat doch auch alles von Mixa bis Käßmann, von den alten Kreuzrittern bis Franz von Assisi. Außerdem gibbet Katholen und Protestanten und Tausende von Sekten. Opus Dei ist zum Beispiel eine verdammt kritikwürdige Organisation, die viele Fäden in der Hand hält. Aber fürchte ich deshalb, sie könnte die Weltherrschaft übernehmen? Das wär ja wohl ein Merkmal für Hirnschaden.

Da hinterlasse ich nun auch noch meine IP-Nummer… auf der PI-Seite. Peinlich, watt?


20.8.11 11:24


Nix als Ärger

Jaaah ich weiß, hier tut sich im Momang nicht so viel.

Der Grund ist nicht nur ein Mangel an Zeit. Ich bin zwar tatsächlich eher wenig am Rechner, weil Anni und ich so drei bis vier Stunden täglich draußen herumstreunen. Ein anderer Grund ist aber auch - wie soll man sagen... Die Themen erschlagen mich so, dass ich mich wie gelähmt fühle. Also die öffentlichen Themen, was so durch die Nachrichten geht. Manchmal packt mich der Impuls, auf die Politik zu wettern, dass die Bytes wackeln, aber dann ist es irgendwie zu viel. Was soll man alles dazu sagen? Was wir in den Medien hören, sind ja nur die Auswüchse, die schon aus einem völlig verdorbenen Boden sprießen.

Meiner Ansicht nach ist dieses Grundübel der Neoliberalismus. Ja, das ist so ein Begriff, ich nehm ihn aber trotzdem. (Kann in meinem Blog schließlich machen, was ich will!) *g*

Wer schon ein paar Jahrzehnte auf der Welt ist, wird sich an die Siebziger Jahre erinnern, wo eine immense Hoffnung herrschte. Alles wurde besser! Die Löhne stiegen und die Renten, fast alle hatten Arbeit und konnten von ihr ganz gut leben, kleiner Luxus hier und da nebenbei - mehr wollten wir doch gar nicht. Einen Fernseher, mal in Urlaub, solche bescheidenen Dinge. Die Löhne wuchsen angemessen, nämlich mit der Produktivitätsentwicklung und der Inflation, die ausgeglichen wurde.  Für Arbeitgeber war es selbstverständlich, die Löhne zu erhöhen, wenn sie Profit gemacht hatten. Natürlich nicht im selben Maße. Aber die Löhne folgten doch auf etwas niedrigerem Niveau.

Und dann kam das Lambsdorff-Papier. Ich glaub, irgendwann so Mitte der Achtziger.

Da wurden Dinge geplant, die das alles zurückdrehen sollten. Thatcher und Reagan hatten es vorgemacht: Der Staat soll sich aus der Vorsorge für die Menschen heraushalten, die Löhne müssen sinken, alles muss privatisiert werden. Das ganze Leben, die ganze Gesellschaft, sollte nur noch unter eine Kosten-Nutzen-Rechnung fallen, und was kostet, muss abgeschafft werden.

Ich glaube, das umreißt schon ziemlich konkret, was uns heute so zu schaffen macht. Oder in anderen Worten: Armut für das Volk, immenser Reichtum für ein paar Wenige - die sich als Eliten fühlen. Also als die Auserwählten.

Das haben die auch Schritt für Schritt verwirklicht, und Schröder gab dem allen seinen letzten Schliff mit der Agenda 2010. Was wir heute sehen, die wachsende Armut, der marode Sozialstaat, Arbeitslosigkeit, prekäre Beschäftigung, Hartz IV, all das ist Neoliberalismus in Reinkultur. 

Dazu gehört eine immense Menschenverachtung. Klar sind die Arbeitslosen alle faul. Und die Griechen. Und die Armen haben doch selbst schuld, die könnten eben so gut reich sein, wenn sie nur wollten. Die sind nur schlicht zu doof.

Mich kotzt das alles so an, dass ich es nicht mehr in Worte fassen kann. Und jeden Tag kommt irgendwas obendrauf!! Das Gefasel vom Fachkräftemangel. Das Gefasel von der Steuersenkung. Das eiskalte Grinsen von Ursula von der Leyen. Die "Zurückweisung der Kritik". Boah, wenn ich das schon hör! Dieser Satz kommt garantiert, wenn jemand die Regierung kritisiert, egal ob im Inland oder jetzt kürzlich durch den UN-Ausschuss für wirtschaftliche, kulturelle und soziale Rechte. Hat jemand jemals gehört, dass einer aus der Regierungsriege mal sagte: Ja, da könnte was dran sein, wir denken noch mal drüber nach? Nö. "Ich weise die Kritik zurück." Na gut. Das sag ich jetzt in Zukunft auch immer.

Zum Beispiel auch das unsägliche Gesetz, dass die Öffentlich Rechtlichen ihre Beiträge nach 7 Tagen aus dem Netz zu nehmen haben. Hör mal - wer bezahlt das alles? Wir mit unseren GEZ-Gebühren vielleicht? Und da regen sich die Privatsender auf, weil das angeblich dem Wettbewerb schadet, und gehorsam macht der Gesetzgeber mit und vollstreckt die Wünsche der Privaten? Ich denk, die lieben alle so den Wettbewerb!

Die Neolibs lieben ja nicht nur den Wettbewerb, sie fürchten auch die Enteignung. Aber nicht die Enteignung des Volkes! Die muss sein! Zum Beispiel wie eben, dass mit GEZ-Gebühren bezahlte Beiträge gelöscht werden müssen (ich danke auf Knien YouTube, wo man sie dann doch findet), und auch all die anderen Privatisierungen. 

Die Bahn. Wasser und Energie. An vielen Orten die Müllabfuhr. Und am liebsten auch die Rente und die Krankenkasse, auf dem Weg dahin sind wir gerade.

Hat irgend jemand die Erfahrung gemacht, dass all dies in privater Hand besser, effizienter und vor allem - billiger wurde, nachdem der pööhse Staat sich da zurückgezogen hat? Ich nicht.

Aber das ist die Ideologie: Der Staat ist teuer und unfähig, die Privaten machen alles besser. Aber die Privaten wollen auch ordentlich Profit machen, und wer bezahlt den wohl? Und am Beispiel der Bahn sieht man ja auch sehr schön, wie alle Regeln der Sicherheit außer Acht gelassen werden, weil sie den Profit schmälern würden.

Ja, ich weiß auch nicht, warum ich nicht schon längst die Klappe halte und mich nur noch still ärgere wie andere Leute auch.

 

 

19.7.11 13:24


Pfui Deibel

Man kriegt hier ja immer wieder spam-"Kommentare". Bisher wiesen die aber nur auf kommerzielle Seiten hin. Heute kam dies:

The bible teaches that women brought sin and death into the world, that she precipitated the fall of the race, that she was arraigned before the judgment seat of Heaven, tried, condemned and sentenced. Marriage for her was to be a condition of bondage, maternity a period suffering and anguish, and in silence and subjection, she was to play the role of a dependent on man's bounty for all her material wants, and for all the information she might desire... Here is the Bible position of woman briefly summed up. 

Spammt jetzt auch die Tea-Party?

Man mag sich mit diesem Irrsinn kaum befassen, aber solche kranken Hirne kommen nie auf den Gedanken, dass Eva (laut Bibel natürlich nur) die Menschheit zu Eigenständigkeit und Verantwortung geführt hat. Ohne "die Frucht vom Baum der Erkenntnis" wären wir auf dem geistigen Niveau der Tiere. (Für Tiere ist das okay, soll keine Beleidigung sein.) Erst durch die Erkenntnis, was Gut und was Böse ist, kommt der Mensch zum Denken und verantwortungsvollen Handeln.

Warum wird die Frau dafür verdammt? Wollen diese Flachpfeifen etwa immer noch auf Adams Niveau dahin vegetieren? Nie erwachsen werden?

Ich glaub übrigens ohnehin nicht, dass es die Religion war, die uns zivilisiert hat.

Das war die  Aufklärung.

(Kann man anklicken.)

 

 

 

7.6.11 11:36


Neues Blog

So, meine Anni-Einträge gehen jetzt hier weiter: (anklicken)

Anni Hundetochter

23.5.11 15:58


Alles wieder klar

Anni geht es wieder gut! Gestern Abend schon berappelte sie sich, und als wir abends um 10 noch mal draußen waren, lief sie schon wieder herum wie an jedem anderen Tag.

Aber jetzt weiß ich, warum die Tollwut-Spritze nicht gleichzeitig mit der Impfung gegeben werden soll, so wie es bei anderen Hunderassen gemacht wird. Ich glaub, das hätte sie nur mit Glück überstanden. Es gibt eben so rassespezifische Empfindlichkeiten, gut wenn man das weiß!

17.5.11 13:23


Impfung

Das arme Hundekind ist richtig krank! Wir waren heute Vormittag beim Tierarzt, Anni musste eine dieser vorgeschriebenen Impfungen bekommen. Bis nach Hause schafften wir es gerade noch, aber dann fing es an, ihr schlecht zu gehen. Jetzt liegt sie hier neben mir auf dem Sofa und schläft.

Den ganzen Tag lang regenete es wie Sau. Vorausschauend nahm ich ein paar Blätter Küchenpapier mit! Denn obwohl Anni sehr brav mit Bus und Bahn fährt, nehme ich sie dort doch immer auf den Schoß. Sie ist ja noch so klein, und dann in vollbesetzten Verkehrsmitteln auf dem Boden, zwischen all den trampelnden Schuhen - das gefällt mir nicht.

So ein Hund wird bei Regen zu einem echten Drecksköter. *g* Nähme man ihn dann auf den Schoß, mit all den Matschpfoten, könnte man die Klamotten sofort in die Reinigung bringen. Dafür war das Küchenkrepp, und ich konnte es sehr gut gebrauchen!

Wie Frau Rieck mir ans Herz gelegt hatte, bekam Anni diese Impfung ohne Tollwut-Spritze. Für diese müssen wir in ein paar Wochen noch einmal hin. Der Arzt gab mir gleich das Entwurm-Mittel Panacur mit, das über drei Tage gegeben werden soll, aber auch erst in etwa 10 Tagen.

 

16.5.11 19:43


Welpengruppe

Das ist ja gestern nicht so gut gelaufen. Wir sind zu einem Hundesportverein in Buchenkamp gefahren, der nächstgelegene, aber trotzdem ohne Auto schlecht zu erreichen. (Ein Bus fährt einmal die Stunde und leider auf der Minute 33 - während die Hundestunde von halb bis halb geht.) Mein LG fuhr uns noch schnell mit dem Auto hin, obwohl er bald zur Arbeit musste. Auf dem Gelände aber sagte man uns, die Welpengruppe fiele heute aus, es war nur eine Aufsichtsperson dabei, es braucht aber zwei und der andere musste weg - irgendwie sowas.

Außer Anni war noch ein kleiner Shiba Inu dort, ein "Terriermix" (der für mich große Ähnlichkeit mit einem Staffordshire hat) und ein schwarzer langhaariger Schäferhund. Der ist elf Wochen alt und etwa doppelt so groß wie die anderen drei. Besonders die Ohren! Die stehen lang nach oben wie bei einem Hasen, wirklich zu niedlich! Auf dem Weg zurück bolzte Anni sich mit ihm, und weil er so groß ist, konnte er sie mühelos "umlegen". Aber Anni war total begeistert und steckte klaglos weg, dass sie keine Chance hatte. Der Schäferhund wirkte auf mich so eindeutig sanft und friedlich, dass ich die beiden toben ließ.

Mein LG konnte uns dann auch gleich wieder mit zurück nehmen. Er fuhr dann zur Arbeit und Anni und ich fuhren wieder nach Hause in meine Wohnung, mit Bus und Bahn. Zum Glück ist das mit ihr kein Problem. In den Verkehrsmitteln liegt sie auf meinem Schoß, und da verhält sie sich sehr ruhig, genau wie im Auto.

 

15.5.11 13:24


Frust mit dem Blogs

Ich versuche ja, auf "Blogger" ein Anni-Blog zu erstellen, scheitere aber immerzu an seltsamen Problemen. Zum Beispiel sind plötzlich die Symbole für Schriftart und -größe verschwunden, und ich könnte nur noch winzig klein in Times New Roman schreiben. Aber das mag ich keinem Augenpaar zumuten. Es ist überhaupt verwunderlich, warum andere Blog so kompliziert sein müssen. Ich hab ja schon einmal aufgegeben bei wordpress, wo meine Postings immer anders formatiert erschienen als ich es gemacht hatte, Bilder erschienen an anderer Stelle usw. Offenbar kommt man ohne HTML- und CSS-Kenntnisse nicht klar. Aber wenn es hier bei myblog, geht, warum nicht woanders?

(Edit: Das mit der Formatierung bei Blogger hat sich geklärt - meine eigene Doofheit - ich war im HTML-Modus! Das hätt ich auch selber sehen können. Aber trotzdem irre ich da immer noch recht orientierungslos herum.)

Falls sich jetzt jemand fragt, warum ich es dann nicht bei myblog mache: Auch ein merkwürdiges Problem. Das Blog soll Anni Hundetochter heißen, und myblog weigert sich ständig und sagt mir, der Name muss mit einem Buchstaben beginnen. Tja. Das A ist für mich ein Buchstabe - keine Ahnung, was dieser Unfug soll! Aber so muss ich es eben lassen.

15.5.11 13:24


Hm, vielleicht muss ich zu dem vorigen Eintrag noch etwas hinzufügen: Das rosa Halsband ist nicht so ganz ernst gemeint! Offenbar gerät man damit leicht in den Verdacht, ein albernes altes Weibsbild zu sein, das aus seinem Hund eine Art Kindersatz macht. Das tue ich nicht. Aber ich hab auch keine Angst, mal etwas zu machen, das nicht allen gefällt, so lange es mir selbst gefällt.

Anni weiß eh nix davon, ihr ist das völlig egal.

Heute Morgen auf der Wiese:

 

Auf der Wiese1a

Die Leine habe ich weggeklont, die störte im Bild. Ohne Leine mag ich Anni noch nicht laufen lassen, dafür sind im Eichtalpark zu viele Wege, auf denen Fahrräder unterwegs sind.

Wir werden mal demnächst die Schleppleine ausprobieren.

10.5.11 15:28


Brillis

Ach, wollt ich noch zeigen: Das Halsband ist rosa und mit Brillis! *gg* Mein LG hat es spendiert, aber ich wollte eben so eines:

 

Brillis
9.5.11 19:08


Stubenhocker

Hm, ich hab den Eindruck, mein Hund ist ein Stubenhocker! Genau wie ich! Na prima, da passen wir ja gut zueinander...

Anni geht nicht gerne nach draußen. Sie macht keinen verängstigten Eindruck, kann man nicht sagen, obwohl sie sich immer noch nach Radfahrern und Joggern umdreht. Aber keineswegs so, als fühlte sie sich von ihnen bedroht, sondern eher neugierig.

Und trotzdem will sie, sofort nach Pipi- und Pupu-Machen, wieder zurück. Sie zerrt rückwärts an der Leine und sieht mich mit flehenden Hundeaugen an: "Lass uns nach Hauuuuse gehen!!" Da sie ihre 11 Minuten laufen soll, lasse ich mich nicht darauf ein, aber das heißt, ich zerre sie die meiste Zeit durch die Gegend. Freundlich natürlich. Ich rede mit ihr und sag, sie soll doch bitte mal mitkommen. Tut sie dann ja auch. Gezwungenermaßen. Aber wenn wir auf dem Rückweg sind, ha, da kann aber jemand rennen! Auf "Hier!" kommt sie meistens, aber nicht, wenn wir auf dem Weg nach Hause sind und sie an der langen Leine vorausläuft, denn dann müsste sie ja wieder in die Gegenrichtung.

Ihr Lieblingsplatz ist auf dem Sofa direkt neben mir. Da kann sie stundenlang schlafen oder an einem Rinderhautdingens kauen. Aus Rinderhaut haben wir verschiedene Sachen - Knochen, andere Sorte Knochen, und Mini-Schuhe.

Anni besteht allerdings nicht auf teurem Zeugs, sie nagt auch gerne an den Papprollen von Küchenpapier. Und was ihr sonst noch so vor die Nase kommt!

Eine merkwürdige Sache hat sie sich angewöhnt: Wenn man ihr Wasser in den Napf gibt, patscht sie mit den Pfoten drin rum und gräbt das ganze Wasser heraus, so dass der Küchenboden völlig nass ist. Ich nehme das Tuch zum Aufwischen - und da verbeißt sie sich dann drin und rüttelt, knurrt und reißt mit Begeisterung! (Es ist ein Microfasertuch und recht neu, also keines dieser dreckigen grauen Dinger.)

Das hat sie vor kurzem auch gemacht, und so liegt sie jetzt schlafend neben mir und riecht wie ein nasser Köter.

 

Stubenhocker1
9.5.11 18:47


Groggy

Falls Ihr Euch fragt, warum hier nichts Neues steht: Ich bin ziemlich groggy!! *g* Dieses Hundetier ist ein Wirbelwind. Sooo viel Energie in so einem kleinen Körper - kaum zu glauben!

Allerdings braucht sie ihre Auszeiten. Nach etwas mehr als zwei Stunden wilder Toberei muss sie dann auch wieder ebenso lange schlafen.

Jetzt hat sich auch noch Besuch bei meinem LG angekündigt für Sonntag (sein Vater mit Frau), und ich fang natürlich an, seine Bude von oben bis unten zu putzen. Obendrein muss mit Anni getobt werden. Gestern war ich schon um halb elf so gut wie tot vor der Glotze und hab den Rest der Sendung nur noch mit Mühe angesehen. Die Zeit bis Sonntag ist deshalb kurz, weil wir nicht die ganze Zeit über hier in der Wohnung meines LG sind, er hat nämlich Nachtdienst. Und das geht nicht mit Anni. Sie würde ihn nicht wirklich schlafen lassen. In dieser Wohnung gibt es nur eine Tür, nämlich die zum Bad.

Ja, die Katzen. Die erste Begegnung ging ruhiger vonstatten, als wir befürchtet hatten, aber es herrscht extremes Misstrauen katzenseits. Anni ist völlig unbedarft und versucht, mit ihnen zu spielen, aber die Katzen rennen davon und retten sich auf erhöhte Plätze.

Zu meinem Amüsement habe ich das klassische Missverständnis zwischen den beiden Tierarten beobachten können. Es war wie aus dem Lehrbuch! Anni stand vor der Mulle, wackelte mit dem Schwanz und hob freundlich eine Pfote - und erntete dafür weiter nichts als einen eiskalten, starren Blick. Dafür hebt die Mulle auch gelegentlich die Pfote, ohne dass Anni ahnt, was ihr da angedroht wird.

Eins auf die Nase hat sie heute Morgen von der Mulle aber schon gekriegt. Die saß nämlich auf dem Sofa, und Anni, noch zu klein um selber drauf zu steigen, hüpfte hektisch auf den Hinterbeinen vor der Mulle herum und versuchte, sie mit den Pfoten zu erreichen. Plötzlich - zack - so schnell kann man kaum gucken - hat sie eine gewischt gekriegt. Zwar ist nichts passiert, keine Verletzung. Aber Anni war so erschrocken, dass sie sofort weggegangen ist und sich auf dem Fußboden zusammengerollt hat. Da ist sie gleich eingeschlafen. Offenbar ihre Art, einen Schock zu verarbeiten.

Das war ihr aber wohl keine Lehre, sie hetzt immer noch die Katzen in dem Versuch, mit ihnen Fangen zu spielen. Der Kater nimmt das Ganze etwas gelassener, wie vorausgesehen. Er läuft zwar auch vor Anni weg, wenn sie auf ihn zu rennt, lässt aber mehr Nähe zu als die Mulle. Mit etwas Abstand lag er schon gleichzeitig mit ihr auf dem Sofa.

Wie sehr ich auf Katzen "geeicht" bin, fiel mir erst heute Morgen wieder mal auf. Anni war plötzlich nicht zu sehen. Ich lief von einem Zimmer zum anderen und suchte sie - und kam endlich auf die Idee, sie einfach mal zu rufen! Und ja, dann kommt sie erwartungsvoll angetobt. Bei einer Katze wäre Rufen vergeblich.

Wir amüsieren uns auch, wenn Anni trinkt. Das schlabbert und schlorzt, dass man es fast bei den Nachbarn hören kann, während die Katzen sehr vornehm trinken, da hört man nur mal so eine Art leises "tick-tick-tick".

Dass die beiden blöden Viecher nicht begreifen, dass Anni ein Kind ist! Ich hatte gehofft, das würde ein wenig helfen. Aber wie heißt es - die Kuh vergisst, dass sie ein Kalb war. Offenbar trifft das nicht nur auf Kühe zu!

Und stellt Euch vor, Anni ist keine elf Wochen alt und schon stubenrein! Sie hält die ganze Nacht dicht. Tagsüber geht jemand mit ihr raus, so etwa vier Mal, von morgens zwischen sieben und acht Uhr bis abends um zehn, und das reicht. Man kann sicher nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass nie mehr ein Malheur passiert, aber es klappt schon prima.

Man kann auch gut mit ihr im Auto fahren. Sie jammert nicht und ihr wird auch nicht schlecht. An der Leine geht sie schon recht manierlich, wenn sie mit einem von uns alleine geht. Sind mein LG und ich beide dabei, weiß sich offenbar nicht, an wem sie sich orientieren soll, und läuft zwischen uns hin und her. Aber das wird sich klären. Man kann sich nur wundern, wie verständig sie schon ist.

Warum sie aber so zittert, wenn wir mit ihr nach draußen gehen, ist uns noch nicht ganz klar. Ob ihr kalt ist? Oder ist die Welt draußen so unheimlich?

Anni beißt übrigens gerne. Es tut ja noch gar nicht weh, aber ich stoße sofort einen Schmerzensschrei aus. So nachhaltig lässt  sie sich davon nicht beeindrucken, sie happst gleich danach wieder. Vorhin hat sie meinem LG in die Nase gebissen! Er hat sie ihr auch absichtlich hingehalten - sie hat dran geleckt, das fand er komisch - aber ich wusste schon, dass sie dann gleich hinterher mit ihren spitzen Milchzähnchen beißt. Für ihn war es eine Überraschung. 8-)

4.5.11 19:35


Der erste Tag

Heute Morgen um 5 Uhr fing Anni laut an zu jammern - da musste sie. Ich sauste mit ihr ins Bad und setzte sie in ihr Welpenklo, wo sie tatsächlich machte, es aber nicht mitbekam. Sie war so beschäftigt damit, wie ein Flummy auf und ab zu springen, aus Freude darüber, dass ich mit ihr durch die Wohnung rannte - während sich das Geschäft von allein erledigte.

Dafür hat sie dann um viertel nach sieben, als ich übernächtigt gerade die Kaffeemaschine füllte, ein großes Geschäft auf den Schlafzimmerteppich verrichtet. Nun ja, sie weiß es nicht besser, man hat ja auch Teppichschaum. Kein Drama. Bloß passierte dasselbe mit einem Pfützchen später noch einmal. Ich brauche nur mal eine Minute weg zu sehen, schon ist es passiert! Die ganze Zeit wo ich aufpasse - nix. Aaaaber ein paar Sekunden der Unaufmerksamkeit!

Draußen macht sie aber, auch wenn ihr die Welt noch ein bisschen unheimlich ist. Neben dem Haus, in dem ich wohne, ist ja der Eichtalpark. Die Wandse fließt am Haus vorbei, alles voller Wildwiese und ein Kiesweg. Darauf fahren Radfahrer und laufen Jogger. Anni sah erstmal jedem fassungslos nach! Sie merkte aber schnell, dass sich keiner um sie kümmerte, und bemühte sich, solche Leute zu ignorieren.

Als sie sich wieder mal in der Leine verheddert hatte, stand ich gebückt neben ihr und entwirrte alles - da stand ein Riesenschnauzer plötzlich da! Sein Kopf war etwa so groß wie Anni. Er beschnüffelte sie von vorne bis hinten, während sie vernünftigerweise still dastand und den Schwanz nach unten hielt. Demutshaltung. Ich stand so ähnlich daneben. Die Angst der Ersthundebesitzer: Da kommt ein ungeheuer großer Köter und frisst meinen Welpen!

Aber dieser war ein sanfter Riese und schien mir wirklich nett. Er ging dann auch gleich weiter.

Das war heute Vormittag so gegen halb elf, da war noch ein ziemlich kalter Wind und das arme Hundekind zitterte ein bisschen. Ich begriff, warum manche Leute ihren Hunden Mäntelchen anziehen!

Am Nachmittag kam mein LG nach Feierabend vorbei, er wollte Anni mal kurz begrüßen. Wir gingen wieder an die Wandse, und diesmal muss ich sagen, ging Anni schon viel besser an der Leine. Sie rannte nicht mehr so ziellos nach links und rechts und immer zwischen den Beinen des Menschen durch, sondern annähernd geradeaus. Allzu lange sollen Welpen aber noch nicht laufen, wegen der Gelenke, und so kehrten wir nach einer Viertelstunde wieder um (die Zeit, die sie im Sitzen verbracht hatte, hab ich nicht mitgezählt). Es war wie bei Fix und Foxi: Grüne Wiese voller Löwenzahn und Gänseblümchen und mittendrin das Hundekind!

Zu Hause war sie aufgedreht und wild. Es dauerte eine Weile, bis sie abgelaufen war wie eine Uhr. Jetzt liegt sie neben mir auf dem Sofa und schläft. Es ist überhaupt ganz gut, dass Welpen ziemlich oft umkippen und in den Tiefschlaf fallen, die ganze übrige Zeit ist man hinter ihnen her und passt auf, was sie anstellen. *gg* Na, ich wusste es ja vorher, eine Überraschung ist es nicht.

Übrigens bin ich ziemlich sicher, dass Anni ein Nagetier im Stammbaum hat! Sie kaut auf absolut allem, was sie findet, ob Teppichläufer oder ein Blatt Papier. Das ist nicht schlimm, meine Läufer waren preiswert von Ikea, da kann ich neue kaufen. Es geht mehr um das Allgemeine, dass sie lernt, man nagt nicht an der gesamten Wohnungseinrichtung. Ich geb ihr immer das Mondgesicht, ein Hundespielzeug, das ist zum Kauen da. Oder auch ein "Welpen-Spaghetti", so eine dünne Kaustange. Stinkt ja saumäßig, für Menschen. Anni war begeistert.

Vor dem Kamerablitz erschrickt sie, darum hab ich Bilder ohne Blitz gemacht. Die sind naturgemäß technisch nicht so gut, aber es gibt da manchmal so hübsche Motive! Mit PI hab ich versucht, sie etwas aufzuhellen. Besser wirds nicht, aber heller.

 

 Anni2a

 Hier sieht sie so wirklich typisch aus: Als ob sie lächelt! Und dann diese wachen blanken Augen, so guckt sie mich immer an. Es ist zum Herzerweichen!

Hier noch ein Foto von eben, wo sie neben mir auf dem Sofa sitzt. Ja, ich passe höllisch auf, dass sie nicht herunter springt!

 

 Anni3

 

1.5.11 18:04


Anni Hundetochter ist daaaaa!

Anni1

 

Nur ganz schnell - bevor sie vielleicht wieder munter wird - aber wir sind gegen halb acht heute Abend mit Anni nach Hause gekommen. Es waren dreieinhalb Stunden Fahrt, und sie war so artig! Damit hab ich gar nicht gerechnet. Dass ein Welpe so lange ruhig ist und nicht mal muss! Als wir bei mir zu Hause ankamen, sind wir erst mal ein wenig mit ihr auf einer Wiese herumgegangen, und da hat sie dann ein Bächlein gemacht.

Mein LG fuhr etwas später in seine Wohnung, weil er morgen früh aufstehen muss, und da haben ihn die Katzen sehr intensiv beschnüffelt und die Ohren angelegt!

Au weia.

Das macht uns am meisten Sorgen, wie die beiden Zicken sich an ein Hündchen gewöhnen....

30.4.11 21:09


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